"Nichts Genaues weiß man nicht" - so könnte man den Sachstand zur geplanten Umgestaltung des Dorfplatzes zwischen der alten Schule, dem Rathaus und der Kirche beschreiben. Die Gemeinde will den Platz in Zusammenarbeit mit der Diözese attraktiver und schöner machen. Doch ohne Förderung kann sich die Gemeinde das nicht leisten.


Förderung in Aussicht

Ein Förderprogramm der EU ist zwar in Aussicht, doch die detaillierten Förderrichtlinien des Ministerims für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sind erst in den nächsten Wochen zu erwarten. Erst dann kann der mit Planung des Dorfplatzes beauftragte Architekt Johannes Hahn weiter aktiv werden und eine genaue Kostenberechnung vorlegen. Das betonte er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. "Ich brauche zuerst die Vorgaben des Amtes für ländliche Entwicklung. Im Prinzip soll hier eine städtebauliche Lösung geschaffen werden, die auch 50 bis 60 Jahre hält. Wenn man die Oberfläche neu gestaltet, sollte man auch die Leitungen darunter neu machen", betonte Hahn. Eine knappe Million wird die Neugestaltung des Dorfplatzes kosten, die Förderung beträgt 60 Prozent.
Die Diözese denkt daran, das Jugendzentrum, das auf diesem Platz entstehen soll, zu finanzieren. Die Umgestaltung des Dorfplatzes müsse einen "städtebaulichen Mehrwert" erbringen, für Null-acht-fünfzehn-Lösungen gebe es keine Zuschuss, betonte Hahn, und "wenn ihr in den Genuss der Dorferneuerung kommen wollt, muss der Bereich am Kirchenaufgang sehr schön werden", so Hahn. Das sei eine der Förderbedingungen des Amtes für ländliche Entwicklung.
Nur wenn die Diözese und die Gemeinde sich zusammentun und die Gemeinde alles in einem Guss plant, dann gibt es Förderung für die gesamte Maßnahme. Deshalb und um zu erreichen, dass die Gemeinde schon im Mai in das Förderprogramm komme, sei eine Zusammenarbeit mit der Diözese wichtig, betonte Gemeinderat Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste). Seine Fraktionskollegin Yvonne Seufert meinte, "die Diözese entscheidet doch erst, wenn die Kosten klar sind. Ohne Plan gibt es keine Kostenschätzung, ohne Kostenschätzung keine Beteiligungsbereitschaft der Diözese". Architekt Hahn ist optimistisch: "Ich bin sicher, die hängen sich an." Gemeinderat Werner Keller (Rannunger Bürgerliste) betonte: "Davon können wir uns nichts kaufen, wir brauchen das schriftlich, wie sich die Diözese beteiligen würde." Der Gemeinderat billigte schließlich einstimmig die Vorplanung von Hahn, der damit nun weiter mit der Diözese verhandeln kann. "Wenn die Förderrichtlinien am 1. April vorliegen, dann könnten die Entwurfspläne am 2. April im Amt für ländliche Entwicklung liegen" , sagte Hahn.