Am 4. März 1985 lud der Weppersdorfer Egid Dobeneck, damals im Namen des Gesangvereins, zu einer Informationsveranstaltung mit dem damaligen Adelsdorfer Bürgermeister Ewald Münch und dem Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau Paul Rothmund ins Dorfgasthaus ein. Im Rahmen des Programms "Mehr Grün durch Flurbereinigung" und des Kreiswettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" informierte Rothmund die interessierten Bürger über Begrünungsmaßnahmen innerhalb des Dorfes.
Im Anschluss daran wurde auf seinen Rat eine Arbeitsgruppe gebildet, die weitere Aktionen im Dorf plant. Diese bestand aus Dora Dittrich, Gunda Fischer, Margit Kupfer, Brigitte Steger und Maria Utz von den Landfrauen sowie Egid Dobeneck, Alfons Kupfer, Norbert Schuhmann und Rudi Utz vom Gesangverein. Dies war die Geburtsstunde der heutigen Dorfgemeinschaft.
Bereits im Dezember des gleichen Jahres wurden die Senioren aus Weppersdorf und Lauf zu einem Seniorennachmittag eingeladen, der bis heute ein fester Bestandteil in der Jahresplanung ist. Im Frühsommer 1985 äußerten einige Bürger den Wunsch, ein Dorffest zu feiern. Dieses fand dann am 27. Juli 1986 unter dem Motto: "Ein Dorf stellt sich vor" statt. Es wurde ein erfolgreiches Fest für die vielen Besucher des Dorfes, bei dem sich alle Einwohner mit einem abwechslungsreichen Programm und verschiedenen Aktionen einbrachten. Zuerst feierte man jedes Jahr, ab 1990 fand es alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Adelsdorfer Dorffest statt.


Strikte Arbeitsteilung

Im selben Jahr zu Ostern wurde auch erstmals der Dorfbrunnen österlich geschmückt. Einige Frauen fuhren dafür sogar nach Gunzendorf, um sich bei den Mitgliedern des dortigen Obst- und Gartenbauvereins das Bemalen der Eier zeigen zu lassen. Von Beginn an blieb das Binden der Girlanden Männersache und das Bemalen der Eier und das Schmücken des Brunnens Frauensache.
Die Gemeinschaft arbeitete von Beginn an an der Entwicklung und Gestaltung ihres Dorfes. Sie setzte sich dafür ein, dass die Kreuzsteine, die damals am Brunnen standen, wieder an ihren Ursprungsort zurückversetzt wurden. Dies bedeutete jahrelange Verhandlungen mit dem Amt für Denkmalschutz, ehe es dann wirklich so weit war. Die Gemeinde pflasterte und legte eine Grünfläche an, in der die Steine dann eingesetzt wurden. Ebenso legte sie den Platz neben der alten Schule an.


Figurengruppe aufgestellt

Die Dorfgemeinschaft erneuerte den Zaun am damaligen Spielplatz und setzte sich vehement gegen die Errichtung einer Trafostation am heute schön gestalteten Dorfplatz ein. 1993 hatte sich die eifrige Gemeinschaft an die Planung und Durchführung des 250. Annatages gemacht. Mit vielen freiwilligen Helfern wurde im Jahr 1997 der Platz um die Kapelle in nur vier Wochen hergerichtet, und im Folgejahr ging es an den Platz gegenüber der Kapelle. Man wollte zum 75. Jubiläum des Männergesangvereins fertig sein. Zum Abschluss wurden noch die von Thomas Leitherer gestalteten Erinnerungssteine an die Ehrenbürger sowie die Anna-Selbdritt-Figurengruppe aufgestellt. Das Dorf erstrahlte im neuen Glanz!
Aber auch noch heute werden verschiedene anfallende Arbeiten ganz selbstverständlich von den Mitgliedern der Dorfgemeinschaft erledigt. Übrigens, Mitgliedsbeitrag wird in der Dorfgemeinschaft nicht erhoben. Jedes Mitglied sollte sich mit zwei Arbeitsstunden pro Jahr einbringen. Dies ist auch in der Satzung festgehalten.
Mit vielen Spenden aus der Vereinskasse konnte die Missionsarbeit von Pater Josef Steger, einem Weppersdorfer, unterstützt werden. Aber auch die Neugestaltung des Dorfplatzes, die Errichtung des Buswartehäuschens und das Aufstellen von Sitzgruppen wurden damit finanziert. Es konnten viele Dinge angeschafft werden wie eigene Fahnen, eine Kühltheke und für die Mitglieder eigene T-Shirts. Im Jahr 2003 stemmte die Gemeinschaft die Feier zur Einweihung der neuen Orgel.


Zahlreiche Ehrungen

Neben den eingangs erwähnten Mitgliedern waren zwischenzeitlich Waltraud Schlund, Edmund Stillrich, Sebastian Warter, Gunda Amon, Alexandra Schuhmann, Markus Steger, Gabi Mönius und Reinhard Geier aktiv, heute besteht die Arbeitsgruppe aus Heike Dittrich, Holger Kupfer, Monika Steger, Norbert Schuhmann, Gerald Utz, Schriftführer Christian Fix, Kassier Klaus Ruß, der Zweiten Vorsitzenden Elisabeth Malter und dem Vorsitzenden Egid Dobeneck.
Bei so viel Einsatz und Erfolg blieben natürlich die Ehrungen nicht aus. Im Jahr 1999 erreichte die Dorfgemeinschaft auf Kreisebene den ersten Platz beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft". Im gleichen Jahr erhielten die Weppersdorfer aus den Händen des damaligen Bürgermeisters Armin Goß die Ehrenurkunde der Gemeinde Adelsdorf.
Im Jahr 2000 gab es in Uttenhofen bei Uffenheim einen Sonderpreis der Regierung von Mittelfranken für die vielen Kleindenkmäler in Weppersdorf. Im Jahr 2002 erreichte das Dorf beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Kreisebene den zweiten Platz, 2008 war man dritter Sieger, und im Jahr 2011 erreichte man schließlich wieder den ersten Platz. Im Jahr 2012 gab es das vorerst letzte Dorffest.
Nach einer Dorffestpause starten die Weppersdorfer am 4. September mit einem neuen Fest, aber Genaueres wird noch nicht verraten. Natürlich wird jedes Jahr Ende September ordentlich Kirchweih gefeiert.