Die Kampfsportler der Herzogenauracher Wolfgang-Heindel-Academy haben an zwei Turnieren teilgenommen - und zwar mit Erfolg. Bei der Submissao (deutsch: Aufgabe, Ereignis) in Karslruhe
waren neben den Franken mehr als 200 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet und dem Ausland am Start. Die Veranstaltung zählt zu den ältesten dieser noch jungen Sportart in Deutschland und fand in der zwölften Auflage statt. Bianca Siegemund setzte ihrer Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Lissabon in Karlsruhe einen drauf und gewann Gold.


Siegemund spielt Erfahrung aus

Nachdem die Vorrunde ungefährdet verlaufen war, entwickelte sich das Finale gegen Minttu Vainio aus Finnland zu einem Vergleich auf Augenhöhe. Siegemund spielte aber ihre Erfahrung aus, verteidigte eine technische Punktewertung bis zum Schluss und durfte sich über den ersten Platz freuen. Auch Ehemann Wilhelm meisterte die Vorrunde problemlos und lag im Endkampf gegen Timo Gruber lange in Führung. Kurz vor Ende wurde allerdings eine Aktion Siegemunds gekontert, sodass er in Rückstand geriet. Diesen konnte er in den letzten Sekunden nicht mehr wettmachen und schloss das Turnier auf Rang 2 ab.
Bei den IBBJF-Munich-Open einen Tag später in Unterhaching waren sogar gut 400 Athleten aus ganz Europa angereist, darunter Markus Krämer und Stefan Riegel aus Herzogenaurach. Beim Weltranglistenturnier des Weltverbands IBJJF (International Brazilian Jiu-Jitsu Federation) ging Krämer in der Jugendklasse an den Start. Der junge Sportler zeigte sein Potenzial. In allen Kämpfen war er konzentriert und neutralisierte die Aktionen seiner Gegner, um eigene anzubringen. Der Lohn: Die Goldmedaille nach seinem Sieg mit Punkten über die volle Distanz von fünf Minuten über Martin Glenn-Adams aus der Schweiz.
Abgerundet wurde das gute Ergebnis von Riegel, der in seiner Klasse das Halbfinale knapp verlor, aber sich zuvor mit sehenswerten Aktionen in dieses gekämpft hatte und Bronze holte. Die Gesamtbilanz der zwei wichtigen Turniere stimmte auch den Sportschulchef Wolfgang Heindel zufrieden, der zum Coachen neben der Matte stand. red