von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Dormitz — In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dormitz kam es unter den Verbandsräten der drei Mitgliedsgemeinden Dormitz, Hetzles und Kleinsendelbach zu regen Diskussionen: so in der Frage, ob man es bei der Entscheidung der drei Bürgermeister Holger Bezold (FW/Dormitz), Gertrud Werner (UWK/Kleinsendelbach) und dem VG-Vorsitzenden Franz Schmidtlein (FHH/Hetzles) belassen sollte, im amtlichen Mitteilungsblatt keine wiederkehrenden Kirchentermine abzudrucken. Ziel sei es damals gewesen, die Druckkosten um etwa 1250 Euro zu senken.
Im Frühjahr war man der Meinung gewesen, die regelmäßigen Gottesdienstdaten wären ohnehin in den Kirchenblättern Augustinus und Matthäusbote enthalten.
Der Vorsitzende berichtete von einem Gespräch mit Pfarrer Peter Brandl. Dieser hätte sich damit zufrieden gegeben, dass weiterhin die sonstigen Aktivitäten einer "lebendigen Kiche" in dem VG-Medium zu finden seien. Auf die Gottesdienstordnung könne man dann verzichten.
Auch für Holger Bezold gehöre es nicht zu den Aufgaben der Gemeinden, die kirchlichen Nachrichten zu verbreiten, da man ansonsten ja auch jeden Verein, jede Gruppierung und auch die verschiedensten Verbände berücksichtigen müsste.

Kirche nicht wichtig?

Dagegen empfindet die evangelische Pfarrerin Gerhild Rüger aus Uttenreuth diese Entscheidung als Botschaft, "dass für Dormitz die Kirche nicht wichtig ist". Die Dormitzer VG-Rätin und stellvertretende Pfarrgemeinderätin Marianne Mirsberger wusste von Beschwerden der Bürger zu berichten, die in diesem Fall befürchteten, von der Kirchenarbeit dann nichts mehr mitzubekommen.
Letztlich stimmte das Gremium dann doch mit acht zu zwei Stimmen für ein dauerhaftes Weglassen der Kirchlichen Nachrichten im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Dormitz.
Anschließend sprach sich die Runde einstimmig für die Übertragung der örtlichen kommunalen Verkehrsüberwachung aus. Diese sei bereits von der Mitgliedsgemeinde Dormitz beschlossen worden. Es ging dabei um eine Übertragung der örtlichen kommunalen Verkehrsüberwachung mit 120 Jahresstunden im fließenden Verkehr für die Dauer von zwei Jahren an den Markt Zapfendorf.
Auch die von Kleinsendelbach ebenfalls schon beschlossenen Vergabe der Verkehrsüberwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs an den Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern wurde anerkannt.
Als sich der VG-Vorsitzende Schmidtlein dann bemüßigt fühlte, die Vertreter der Mitgliedsgemeinden darum zu bitten, doch auch auf die Kosten zu schauen, kam bei den Verbandsräten lauter Protest auf.
Schließlich müsse man von Gemeinde zu Gemeinde auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten eingehen, was sich auch über verschiedene Zweckverbände äußern könne.