Für rege Diskussion sorgte in der Gemeinderatssitzung der Antrag des Weinbauvereins zur Bezuschussung der Erstausstattung der neuen l Weinprinzessin und der Teilnahme der Trachtengruppe am Festzug beim Rakoczyfest. Der Verein argumentiert, dass die Weinprinzessin nicht nur die Ramsthaler Winzer vertrete, sondern Werbung für die ganze Gemeinde macht. Ebenso verhalte es sich beim Rakoczyfestumzug. Hier werde bei den Zuschauern nicht vom Weinbauverein gesprochen sondern von den "Romslern". Die Trachtengruppe repräsentiere die Gemeinde und mache sie bekannt. Der Weinbauverein hatte sich zu seinem Zuschussantrag entschlossen, nachdem der Sportverein beim Saaletalmarathon eine Zuwendung erhalten hatte. Gemeinderat Edwin Metzler wiederholte seine Forderung nach einer einheitlichen Regelung für solche Vereinsanträge. Bislang wurde diese aber noch nicht erstellt, so dass wieder eine Einzelentscheidung zu treffen war. Der Vorsitzende des Weinbauvereins Lorenz Neder belegte die Kosten, die dem Verein durch die Teilnahme am Umzug entstanden. Gemeinderat Bernhard Stark verlangte eine Offenlegung der finanziellen Verhältnisse des Vereins. Bürgermeister Alfred Gündling hatte in verschiedenen Weinbaugemeinden Informationen zur dortigen Regelung eingeholt. Nach seinen Angaben gebe es in diesen Gemeinden keine generelle Bezuschussung der Weinprinzessinnen und der Weinbauvereine. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, dem Verein einen Zuschuss von 300 Euro zur Ausstattung der Weinprinzessin zu geben, und den gleichen Betrag für die Teilnahme am Rakoczyzug. hla