Die Pilodes-Marter am nördlichen Ortseingang von Hausen, ein Denkmal aus dem 18. Jahrhundert, steht wieder. Nur wenige hundert Meter von ihrem ursprünglichen Platz, wo sie vor fünf Jahren dem Neubau der Umgehungsstraße weichen musste, wurde sie von Heimatpfleger Gerhard Batz in Zusammenarbeit mit dem Steinmetzbetrieb Zenk renoviert und wieder aufgestellt.
Die Gemeinde Hausen übernahm dafür die Kosten. "Martern, Bildstöcke sowie Kreuz- und Gedenksteine gehören zu den auffälligsten und auch schönsten Dingen, die man in unserem Ort und der Gemeindeflur bewundern kann", findet Batz. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die kulturellen Kleinode zu bewahren.
Dass die Pilodes-Marter einer neuen Straße im Weg stand, ist kein Einzelfall. Immer wieder geraten diese wertvollen Denkmäler durch Veränderungen in der Umgebung ihrer Standorte in Gefahr und verschwinden sogar vollständig. Der Heimatpfleger erinnert an das Verschwinden einer barocken Steinsäule in der Flur Elm vor vielen Jahren.
Doch es geht auch anders: Vier beschädigte Martersäulen wurden 1973 restauriert und auf einer Grünfläche im Friedhof aufgestellt und so in Sicherheit gebracht.
Neben der Pilodes-Marter hatte auch die Piéta am Gügelbauernberg dem Bau eines Parkplatzes vorübergehend weichen müssen. Beide Martern waren in der Zeit der Bauarbeiten beim hiesigen Unternehmen "Grabmale Zenk" gelagert, gereinigt und restauriert worden. Für die Piéta hat Steinmetz Stefan Zenk zudem einen niedrigen Sockel und eine kleine Nische errichtet, um den wertvollen Bildstock jetzt etwas besser vor Regenwasser zu schützen.
Jetzt stehen die beiden Denkmäler aus dem 18. Jahrhundert wieder in unmittelbarer Nähe ihres ursprünglichen Standorts und erstrahlen in neuem Glanz. Auf der Pilodes-Marter kann man sogar wieder die Gravur E. L. 1737, die auf den Stifter und das Jahr der Aufstellung hinweisen, gut erkennen.