Christiane Reuther

"Wir fühlen uns hier wohl", sagt Horst Meißner und bezieht auch seine Frau Felicitas mit ein. Die Meißners waren unter den ersten Bewohnern, die in das neue Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt an der Hainerter Straße in Knetzgau eingezogen sind.
Es sind zwar erst knapp zwei Wochen, seit das Ehepaar zu Knetzgauer Bürgern wurde. Dennoch zeigt sich Horst Meißner voll des Lobes: "Das neue Heim ist sehr schön, da finden Sie so schnell nichts Vergleichbares", meint er.
Gemeinsam mit den anderen Senioren sitzt der 79-Jährige zur Kaffeestunde in der Gemeinschaftsküche der ersten Wohnbereichsgruppe, deren Bewohner vollständig eingezogen sind. Nicht nur das Gebäude, das sich gut in die Umgebung integriert, oder das gemeinsam belegte Doppelzimmer mit Gartenblick findet bei den Meißners Wohlgefallen, sondern auch, dass sich Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) bei den ersten Bewohnern vorgestellt und für die Kaffeerunde Kuchen spendiert hatte.
Als kurios schildert Horst Meißner, dass seine Frau Felicitas in den 1950er Jahren als 23-Jährige für ein Jahr als Flüchtling Unterkommen bei einer Knetzgauer Familie gefunden hatte. Die 84-jährige Seniorin ist gebürtig aus Dresden und ihr Ehemann aus Sachsen-Anhalt. In Nürnberg hatten sich beide kennengelernt und 40 gemeinsame Jahre verbracht. In der Kaiserstadt hatte Felicitas Meißner als studierte Kunstmalerin unterrichtet und ausgebildet, wie sie erzählte. Nach dem Umzug vor einigen Jahren zur Tochter, die in Haßfurt lebt, sind beide nun glücklich, in dem neuen Seniorenzentrum in Knetzgau den Lebensabend bei guter Pflege und Wohnqualität verbringen zu dürfen, wie sie schilderten.