Kreis Haßberge — Breitbrunn und Oberaurach beteiligen sich als erste Gemeinden am Projekt "Betreutes Wohnen zu Hause" des Landratsamtes Haßberge. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am Donnerstag schaffen die beiden Bürgermeister Gertrud Bühl (Breitbrunn, FW) und Thomas Sechser (Oberaurach, CSU) die Voraussetzung zur Verbesserung der Versorgung älterer und hilfebedürftiger Personen in ihren Kommunen, wie aus einem Bericht der Behörde hervorgeht.
Grundlegend für die Kooperation zwischen Landratsamt und den Gemeinden ist, dass ein Bürgerdienst vorhanden ist, der regelmäßige Angebote, wie beispielsweise Besuchsdienste oder Fahrdienste, anbieten kann. Die Koordinationskraft, die beim Landratsamt angestellt ist, organisiert Unterstützungsleistungen vor Ort und betreut die Klienten. Das Konzept bietet insbesondere Personen, die noch keine Pflegestufe haben, jedoch auf die Hilfe anderer angewiesen sind, die Möglichkeit, lange zu Hause wohnen zu bleiben.
Bis 2020 sollen alle Gemeinden des Landkreises einen Bürgerdienst ins Leben gerufen haben und damit "Betreutes Wohnen zu Hause" anbieten können. Gerade bei Alleinlebenden stellt sich laut Landratsamt die Problematik, dass bei immer mehr Handgriffen jemand um Hilfe gebeten werden muss, wenn es alleine nicht mehr geht. Die Koordinationskraft hilft neben der Organisation pflegerischer Unterstützungsleistungen vor allem im Notfall, zum Beispiel dass nach einem Krankenhausaufenthalt dafür Sorge getragen wird, dass der Kühlschrank wieder aufgefüllt oder im Notfall die Katze untergebracht wird. Mittelfristig sollen durch die enge Zusammenarbeit mit den Bürgerdiensten auch Angebote wie etwa ein Mittagstisch in der jeweiligen Gemeinde ins Leben gerufen werden. Das Angebot gibt es ab 1. Januar. Weitere Informationen gibt die Koordinationskraft Heinrich Pfeufer unter Telefon 09521/27314. red