Ibind — Die ehemalige Freiluftkegelbahn aus Ibind (Gemeinde Burgpreppach) zieht ins Fränkische Freilandmuseum um. Wie Bezirksrat Bernhard Ruß (SPD, Sand) mitteilte, hat der Zweckverband des Freilandmuseums Fladungen in seiner Sitzung in Würzburg den Ankauf genehmigt und auch die finanziellen Mittel von 32 000 Euro für Ankauf und Umsetzung bewilligt. Die Umsetzung der Freiluftbahn in das Museum soll im kommenden Jahr erfolgen.
Als Standort im Museumsgelände ist ein Platz in der unmittelbaren Nähe des Gasthauses "Schwarzer Adler" und der Dorflinde vorgesehen. Somit wäre eine Parallele zum ursprünglichen Standort in Ibind mit Bezug zu einer Gaststätte gegeben, meint Bernhard Ruß.
Die hölzerne Kegelbahn wurde um 1900 auf den Kellern am Ortseingang für die Dorfbewohner zum Kegelbetrieb im Freien errichtet. Darin fand bis in die 1970er Jahre Kegelbetrieb statt. Mit dem Aufkommen der Bowling-Center und der vollautomatischen Kegelbahnen war die Bahn nicht mehr auf der Höhe der Zeit und verfiel zusehends. Schließlich baute sie die Familie Rädlein mit Dorfbewohnern im Jahr 2003 ab, dokumentierte und lagerte sei ein.
Die Museumsleitung in Fladungen verspricht sich von der Bahn ein weiteres Objekt, das von den Besuchern genutzt werden kann. Die Eingliederung in das Museum entspricht dem Konzept des Freilandmuseums, nicht nur historische Gegenstände zu betrachten, sondern diese auch zu benutzen. Die Gäste des Museums können also - je nach Temperament - "in die Vollen gehen" oder "eine ruhige Kugel schieben".
Die Anlage aus Ibind ist nicht das erste Exponat aus dem Kreis Haßberge in Fladungen. Ein komplettes Haus aus Oberhohenried sowie Gebäude aus Ostheim sind bereits im Museum neu aufgebaut worden. ks