Haarbrücken — Arda dachte, dass er vielleicht lernen könnte, sich Schwerter in den Hals zu stecken. Da musste er leider enttäuscht werden. Schwertschlucker zu werden, ist ein wenig zu schwer und dauert sehr, sehr lange - jedenfalls zu lange für das Zirkusprojekt mit der VHS in Haarbrücken. Doch er durfte viele andere interessante Kunststücke ausprobieren.
Jonglieren mit Tüchern und mit Bällen, Trampolinspringen, Diabolospiel, Tellerdrehen, Balancieren auf dem Rola Bola, Laufen auf der Bärenrolle, Poi spinning und Akrobatik, das alles übten Arda, Pelin, Max, Hazal, Abdurrahmann und die anderen acht Kinder in den Pfingstferien im dreitägigen Workshop "Zirkuskunst".
Zur Seite standen ihnen mit großem Engagement, stets guter Laune und viel Geduld Nicole Wehrmann und Max Baumgart vom Coburger Kinder- und Jugendtheater. Langeweile kam bei allen Teilnehmern in dieser Zeit sicher nie auf. Neben dem Einüben der Kunststücke standen eine Reihe von Spielen auf dem Programm, darunter "Namensball" zum Kennenlernen sowie die Bewegungsspiele "Pferdeschwanzfangen" und "Feuer, Wasser, Luft".
Zur Ruhe kommen und entspannen konnten die Kinder zwischendurch bei der "Pizza-Massage". Die Kinder trainierten Geschicklichkeit, Motorik, Gleichgewichtssinn, Geduld und Hilfsbereitschaft, denn beim Üben ist jeder hin und wieder darauf angewiesen, dass ihm ein anderer ein wenig zur Seite steht. Ihre Kunststücke führten die Zirkuskünstler in einer Aufführung am Mittwochnachmittag stolz ihren Geschwistern, Eltern, Großeltern, Freunden und Nachbarn vor und bekamen für ihr Können viel Bewunderung und Applaus. Die meisten Zuschauer hatten wohl nicht erwartet, dass die Kinder in so kurzer Zeit so viel lernen können, um eine beachtliche Vorstellung bieten zu können.
Dank gilt auch der Grundschule Wildenheid-Haarbrücken und dem Kulturamt der Stadt Neustadt für die Bereitstellung der Turnhalle des Schulhauses Haarbrücken.
Organisiert wurde der Workshop von Kathrin Linnig, VHS-Coburg Stadt und Land und Maria Krumm, der künstlerischen Leiterin des Coburger Kinder- und Jugendtheaters, gefördert über das Bundesministerium für Familie. red