Roberto Scarpinato, leitender Oberstaatsanwalt des Anti-Mafia-Pools in Palermo, ist an der Universität Bamberg zu Gast. In seinem Vortrag setzt er sich mit der Veränderung und Internationalisierung der Mafia auseinander, die mittlerweile global agiert und auch in Bereiche der legalen Wirtschaft eingedrungen ist. Er beleuchtet die Eigenschaften und die Rolle dieses neuen organisierten Verbrechens, das weniger Gewalt anwendet - und deswegen auch als "stille Mafia" bezeichnet wird - aber als "dunkles Herz" der Wirtschaft nicht weniger gefährlich und besorgniserregend ist. Scarpinato stellt außerdem die Bekämpfung der organisierten Kriminalität in den Mittelpunkt, sowie die Notwendigkeit der Modernisierung der Antimafia, teilt die Universität in ihrer Ankündigung mit.
Scarpinato gilt heute als einer der aktivsten "Mafiajäger" und steht seit 1989 unter Personenschutz. 2012 wurde er vom Deutschen Bundestag als Experte eingeladen, um schärfere Gesetze zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens zu verabschieden. Der Vortrag findet am Dienstag, 30. Mai, um 18 Uhr, Markusstraße 8 (MG1/Raum 00.04) statt. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten darum, bereits ab 17 Uhr zu erscheinen, da aus Sicherheitsgründen kein Einlass nach 17.45 Uhr gestattet werden kann. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. red