Uttstadt — Die Brückenschutz-wehr des Adelsdorfer Ortsteils Uttstadt wehrt sich gegen indirekte Vorwürfe, zu Unrecht in den Genuss der Vereinsförderung der Gemeinde zu kommen. In einer Sitzung des Ausschusses für Vereine, Kultur und Sport vor wenigen Tagen hatte CSU-Gemeinderat Ulrich Günther erklärt, dass die Brückenschutz-wehr zu den 37 Adelsdorfer Vereinen gehöre, die ihrer Struktur nach kaum Ausgaben haben. "Sie nehmen die 100 Euro der Gemeinde, um damit Karpfenessen zu gehen", meinte Günther zu wissen.
Das will Michael Denk, der Vorsitzende der Brückenschutz-wehr, nicht unwidersprochen stehen lassen. Zunächst einmal sei es Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) gewesen, der den Antrag auf Vereinsförderung angestoßen habe, denn er habe nach seinem Amtsantritt zugesagt, für die geleistete Arbeit an der Brücke einmal im Jahr eine Brotzeit auszugeben. Weiter erklärt Denk in einem Schreiben an unsere Zeitung, dass sich der Verein seit 2006 um die Pflege der Aischbrücke in Uttstadt kümmert. Dabei würden drei Mal jährlich alle wichtigen konstruktiven Bauteile, zum Beispiel Regeneinläufe und Dehnungsfugen, gereinigt und kontrolliert. Dazu werde durch die Mitglieder ein Arbeitsaufwand von 50 bis 60 Stunden erbracht. Dieser Einsatz habe bisher dazu geführt, dass die Brücke bei den vorgeschriebenen Prüfungen immer ohne große Mängel war.
Bei der baulichen Gewährleistungsabnahme der Brücke sei die Gemeinde mehrmals über festgestellte Mängel informiert worden. Trotzdem seien die komplett ausgewaschenen Fugen der Granit-Einzeiler nicht mit ins Mängelprotokoll aufgenommen bzw. deren Reparatur veranlasst worden.

Material selbst bezahlt

Das habe die Brückenschutz-wehr in Eigenregie erledigt, um Schäden zu vermeiden. Die Kosten für das Fugenmaterial von 256 Euro wurden von der Brückenschutzwehr bezahlt.
"Wenn aber der Haushalt der Gemeinde Adelsdorf mit den 100 Euro konsolidiert werden kann, sind wir gerne bereit, auf die Förderung zu verzichten", schreibt Denk. Da es scheinbar nicht gewünscht werde, werde man sich vorbehalten, die Pflegeleistungen einzustellen. Man dürfe annehmen, dass diese Arbeiten mit einem Kostenaufwand 100 Euro für die Brückenschutzwehr mehr Kosten verursachen werden, wenn sie von Gemeindearbeitern erledigt werden müssen. red