Forchheim — Vor inzwischen zwei Jahren hat die Stadt Forchheim den Titel "Fairtrade Town" bekommen. Turnusgemäß überprüft Fairtrade Deutschland jetzt, ob die Stadt die entsprechenden Kriterien weiterhin erfüllt.
Für die lokale Steuerungsgruppe stellt dies ebenfalls einen geeigneten Zeitpunkt dar, zu reflektieren, was bisher erreicht wurde und was erreicht werden kann und sollte. "Die Steuerungsgruppe sieht die vergangenen zwei Jahre als Phase der Konsolidierung der zivilgesellschaftlichen und kommunalpolitischen Akzeptanz, der Beteiligungsbereitschaft oben genannter Einzelhandelsgeschäfte und öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchen und nicht zuletzt der lokalen Steuerungsgruppe selbst, die ein neues Feld betrat und sich freischwimmen musste", schreibt die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Gezielte Aktionen im Blick

In den vergangenen beiden Jahren wurden demnach etliche Veranstaltungen durchgeführt, deren Motivation vorwiegend die Erhöhung der zivilgesellschaftlichen Akzeptanz zum Ziel hatten.
Die kommenden Jahre möchte die Steuerungsgruppe als Phase der Vernetzung und der Etablierung sehen und dies durch gezielte Aktionen unterstützen. "Die Vernetzung mit anderen Fairtrade Towns bietet die Grundlage für einen gegenseitigen Ideenaustausch, von dem alle gleichermaßen profitieren", schreibt die Gruppe in diesem Zusammenhang. Bisher knüpfte Forchheim Kontakte zu Fairtrade Towns in der Metropolregion Nürnberg.
Die Steuerungsgruppe sieht noch weitere Möglichkeiten, um die Idee "Fairtrade" zu entwickeln. So will sie Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen anbieten, zum Beispiel auch zur Fairtrade-Schools-Kampagne. Weiterhin will die Steuerungsgruppe in der Öffentlichkeit den Gedanken etablieren, dass Fairtrade weit mehr beinhaltet als die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Gerechtigkeit der Entlohnung von Beschäftigten auf Plantagen, Farmen oder in Gärten.

Greifbare Idee

Der Titel einer Fairtrade-Town dürfe nicht nur als Label zur Außenpräsentation für die Stadt gesehen werden, er helfe stattdessen auch, die Idee des Fairtrade für alle greifbarer zu machen.
"Fairtrade stärkt die Gesellschaft durch ein stärkeres Bewusstsein für globale und soziale Gerechtigkeit. Dafür steht Fairtrade und dafür steht Forchheim", schreibt die Gruppe. red