Steinbach — "Zwei bis drei Schuss" lautete die Schätzung Martin Tullys. Damit meinte der Vorsitzende der Sportfreunde Steinbach nicht die Bemühungen des Kreisklassenaufsteigers, zum Torerfolg zu kommen. Er meinte vielmehr die Anzahl der Bleche an selbst gemachten Winzerbrötchen, Zwiebelkuchen oder Brot, die beim "Stabacher Weinfest" am Wochenende pro Tag gebacken wurden. Der Sportverein richtete das Weinfest im Ebelsbacher Ortsteil aus.


Neun Bleche

Und ein Schuss, erklärte Tully, sind immerhin neun Bleche, die gleichzeitig in den 280 bis 300 Grad heißen Backofen im Dorfzentrum geschoben werden, der zirka drei Stunden zuvor angeschürt wird, um rechtzeitig auf Betriebstemperatur zu kommen. Für eine Fußballpartie wäre unterdessen auch gar keine Zeit gewesen, denn neben Tully, der beim notwendigen Helfen mit gutem Beispiel voranging, waren bis zu 70 Ehrenamtliche im mehrstündigen Einsatz - darunter auch Spieler der Ersten und Zweiten Mannschaft. Die zahlreichen Besucher aus nah und fern wollten an den einzelnen Verpflegungsständen schließlich bedient werden.
Für die Genießer edler und bekömmlicher Tropfen der umliegenden Weinberge erwies sich das schmucke und urgemütliche Dorfzentrum ebenso wie die teils abgesperrte Dorfstraße wieder einmal als ein Volltreffer. "Müller Thurgau", "Silvaner", "Kerner" und "Bacchus" sowie "Blauer Portugieser" schmeckten allen vorzüglich, ebenso die anderen zahlreichen Getränke. Dazu frische Winzerbrötchen, duftender Zwiebelkuchen, Käsespezialitäten, Deftiges vom Grill und andere Köstlichkeiten: So ließ es sich gut aushalten.


Die passende Musik

Sowohl das Trio "Spätlese" (Samstag) als auch das "Duo Alberto" (Sonntag) sorgten für beste musikalische Unterhaltung und animierten mit ihren Liedern zum Tanzen, auch wenn der Sonntag - was ja eigentlich alle herbeisehnten - verregnet war. Echte Weinfestliebhaber haben damit freilich kein Problem: Sie machen es sich unter den vielen Zeltdächern und Sonnenschirmen gemütlich. rn