Josef Hofbauer

Als bemerkenswerteste Eigenschaften von Reinhold Müller, dem Leiter der Stadtwerke Forchheim, nannte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) Zielstrebigkeit und Energie. "Nicht das Schlechteste für einen Mann in dieser Position", urteilte Kirschstein, der Müller an seinem 65. Geburtstag als Taktgeber, Motor, Dirigent und Kapitän der Stadtwerke würdigte.
Wolfgang Geus, der Vorstand der Regnitz-Stromverwertung, nannte Müller einen "Mann der klaren Worte und deutlichen Ansagen". Er ermahnte den Jubilar in den Räumen der Stadtwerke, dass es für ihn immer wichtiger werde, den Akku wieder rechtzeitig aufzuladen. Geschäftsführer Otto Trautner von "Frankenluk" schilderte den Freund und Kollegen Müller als Mann, der sich nicht aus der Ruhe bringen lasse, und als geschätzte Persönlichkeit. Er bestätigte Müller auch: "Ohne deine Frau Andrea hättest du das alles nicht so gut hinbekommen."
Reinhold Postler, der Technische Leiter der Stadtwerke, ließ die 25 Jahre von Müller an der Spitze der Stadtwerke Forchheim Revue passieren. Mit systematischer Ingenieursarbeit habe er Wort halten und den Wasserverlust von 24 Prozent im Jahr 1991 auf 7,1 Prozent zurückführen können. Damit lägen die Stadtwerke Forchheim sehr nahe am Bundesdurchschnitt, lobte Postler. Unter Müller seien in Forchheim die Kabel-Längen um 40 Prozent und die Zahl der Trafo-Stationen um 56 Prozent gestiegen. Und die Zahl der Gas-Kunden sei von 300 auf 2400 gewachsen. Diese Kunden seien in Teppichhändler-Manier akquiriert worden, schmunzelte Postler, der dem Chef ein Modell der "Titanic" schenkte. Die Begründung dafür: "Der Mensch braucht auch Glück."
Ein bisschen verlegen ob der Vielzahl von rund 150 Gratulanten bekannte sich der Jubilar zum Slogan der Stadtwerke "Wir lieben Forchheim", ein Motto, das gelebt werde. Die klügste Entscheidung, so verriet Müller, war die Ehe mit seiner Frau Andrea. Dank ihres Rückhaltes habe er die Stadtwerke zu einem der modernsten Unternehmen in ganz Bayern ausbauen können.