Vom Bericht des Schiedsrichters wird es wohl abhängen, ob das in der Fußball-Kreisliga Bamberg abgebrochene Punktspiel zwischen dem SV Pettstadt und dem TSV Breitengüßbach nachgeholt oder zugunsten der Pettstadter gewertet wird. Beim Stand von 1:0 für die Heimelf war nach 52 Minuten vorzeitig Schluss an der Hammerstatt - Grund war die schwere Verletzung eines Breitengüßbacher Spielers, der sich nach einem Pressschlag einen Schienbeinbruch zugezogen hat. "Unsere Spieler waren geschockt, sie haben eine Dreiviertelstunde sein Bein gehalten, ehe der Krankenwagen eingetroffen ist. Ich verstehe voll und ganz, dass sie nicht mehr weiterspielen wollten", meinte TSV-Abteilungsleiter Markus Zeller. Das hatte Schiedsrichter Sedat Özdemir beide Mannschaften seiner Auskunft nach gefragt. Die Breitengüßbacher sahen sich dazu außerstande. Steht das so auch in dem Bericht, den der Referee dem Sportgericht vorlegt, bestünden berechtigte Hoffnungen, dass die Partie wiederholt wird. Ein Urteil soll womöglich schon heute fallen. "Der Schiedsrichter hätte die Partie einfach fortsetzen sollen. Hätten wir uns dann geweigert, sähe die Sache anders aus", sagt Zeller.


Spieler ist bereits operiert

Für die Breitengüßbacher sind die drei Punkte von großer Bedeutung. Werden sie den Pettstadtern zugesprochen, hätten sie zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter DJK Bamberg II. Bei einem Sieg in einem Wiederholungsspiel würden sie sich dagegen die Tabellenführung zurückerobern. "Doch das Sportliche ist bei uns jetzt erst einmal in den Hintergrund getreten. Gott sei Dank hat sich die erste Diagnose eines Sprunggelenkbruchs nicht bewahrheitet. Es ist ,nur‘ ein Schienbeinbruch. Der Spieler ist bereits operiert worden", sagt Zeller. ps