von unserer Mitarbeiterin 
christiane Reuther

Knetzgau — Einer Nutzungsänderung für die zukünftigen "Schul"-Gebäude stimmte der Knetzgauer Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend mit einer Gegenstimme zu. Nutzungspläne für die gemeindlichen Gebäude wurden vom Ingenieur-Büro Baur Consult (Sylbach) erstellt. Nach Genehmigung im Gemeinderat und der vorangegangenen Konzeptionsnutzung durch die Schule werden die Pläne nun an das Landratsamt weitergeleitet.
Auf die oftmals geforderte Containerlösung, die weit über eine Million Euro kosten würde, ging Kämmerer Marco Depner nochmals ein. Er habe sich Angebote eingeholt für den Schulbetrieb in Containerweise. Mit Maximalkosten in Höhe von 70 000 Euro ist die Auslagerung mit dem Herrichten der gemeindlichen Gebäude und zusätzlicher Schülerbeförderung an die neuen Außenstellen laut Marco Depner weitaus günstiger als Container.

Die Außenstellen

Außenstellen für den Schulbetrieb der Grundschüler befinden sich sowohl in Westheim als auch in Hainert in der alten Schule. In Zell am Ebersberg findet der Schulunterricht in Räumen des Kindergartens und des Feuerwehrhauses statt. Für Knetzgau selbst werden die Franz-Hofmann-Halle, die Kinderkrippe und die Gotteshütte in provisorische Unterrichtsräume umfunktioniert.
Mit dem Roten Kreuz als Träger für die Mittagsbetreuung habe man ebenfalls eine vernünftige Lösung gefunden, sagte er. Für die Mittagsbetreuung werden kirchliche Räume im Pfarrsaal, Knochenhäusle und Gotteshütte mit einbezogen. Für die Schulleitung selbst um Rektorin Hannelore Glass ist der Ratssaal vorgesehen, um so kurze Wege für den Informationsfluss zu nutzen. Die Mittelschulklassen werden in den Schulen in Zeil und Haßfurt untergebracht. Der Transportweg für die Mittelschüler erfolgt über den ÖPNV. Für die Grundschüler ist der Dorfladen in Knetzgau Dreh- und Angelpunkt für die Schulbusverbindung.

Umzug ab Weihnachten

Der Umzugstermin wird mit dem Bauhof abgestimmt und erfolgt sukzessive ab Weihnachten bis Ostern. In den kommenden Sommerferien folgt eine Bestandsaufnahme des Schulinventars, erfuhr der Rat.
Für das weitere Vorgehen habe man mit der Regierung von Unterfranken eine übereinstimmende Lösung mit beiderseitigen Kompromissen gefunden, wie Kämmerer Marco Depner erläuterte. Konkrete Zahlen des Planungsbüros lägen in den Sommerferien vor und danach könne man die Förderanträge stellen, wie sie von der Regierung in Aussicht gestellt wurden. "Jetzt sind wir da, wo wir hin wollten", sagte Marco Depner, der keine Angst vor den Herausforderungen der Schulsanierung in Knetzgau zeigte.