Am Vorabend der Stadtratssitzung in Herzogenaurach hatte es zur Umgestaltung der Straße "An der Schütt" bereits eine Informationsveranstaltung für die Anwohner gegeben. Vorbehaltlich der Zustimmung der Städtebauförderstelle vergab jetzt der Stadtrat die Kanal- und Straßenbauarbeiten für rund 3,1 Millionen Euro an die Firma Raab aus Ebensfeld.
Auf Nachfrage von Curd Blank (SPD) erklärte Bauamtsleiter Gerhard Merkel, dass es kein Alternativangebot gebe, da nur die Firma Raab ein Angebot abgab, dass sich mit der Kostenberechnung decke. "Wir haben zwei Jahre den Fuß vom Gas genommen, um der Stadt nach dem Umbau der westlichen Hauptstraße eine Pause zu gönnen", erklärte Bürgermeister German Hacker eingangs.
Diese Pause begrüßte auch der CSU-Fraktionssprecher Bernhard Schwab und er hofft, dass die Arbeiten ähnlich der westlichen Hauptstraße laufen. Schwab wünscht sich einen ständigen Zugang zur Stadtmitte, denn die Innenstadt dürfe während des Schütt-Umbaus nicht außen vor bleiben. Allerdings kritisierte Schwab die geplante Bushaltestelle an der Ritzgasse und er befürchtet, dass es zu starken Verkehrsbehinderungen kommen wird, wenn dort große Busse halten. Diese Meinung konnte der Bürgermeister nicht teilen, denn die "neue Schütt" werde etwas übersichtlicher und die Haltestelle würde ab 2017 zu einer Entzerrung beitragen, denn der Busbahnhof werde dann von mehr Bussen angefahren.


Bauzeit bis Dezember 2017

Außerdem werden dem ÖPNV künftig mehr Rechte eingeräumt, und Hacker empfahl den Stadträten, sich mal die Parksituation in der Schütt etwas genauer anzuschauen. "Wir könnten eine Vollzeitkraft beschäftigen, die wäre den ganzen Tag mit den Falschparkern beschäftigt, vom Parkverbot bis zum absoluten Halteverbot", erklärte der Bürgermeister. Wie schon am Vorabend erklärten Merkel und Hacker, dass während der gesamten Bauzeit die Fußgänger die Baustelle passieren könnten und auch immer eine Seite anfahrbar sei.
Bei der Aussage des Bürgermeisters, dass die Bauarbeiten, die am 6. Juni beginnen, in der ersten Dezemberwoche 2017 abgeschlossen sein werden, gab es zweifelnde Blicke. "Die Schütt muss bis dahin wieder befahrbar sein, vielleicht fehlt noch ein Stück Asphalt, aber mit dem neuen Fahrplan fahren die Busse wieder durch die Schütt", erläuterte der Bürgermeister.