von unserem Mitarbeiter Alfons Beuerlein

Sand — In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend informierte Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) Gemeinderat und viele Zuhörer über den Scooping-Termin zu der von der Firma SKD beabsichtigten Erweiterung der Kiesausbeute nordöstlich von Sand. Ruß schickte voraus, dass am 13. Januar im Sander Rathaus eine Besprechung mit Behördenvertretern stattgefunden hat, zu der das Bergamt Nordbayern eingeladen hatte. Bei dem Treffen ging es um das von den Sander Kieswerken Dotterweich (SKD) angekündigte Verfahren zur Erweiterung der Kiesausbeute nordöstlich von Sand. Festgelegt wurde bei dem Termin, welcher Flächenumfang untersucht und welche Unterlagen ins Verfahren eingebracht werden sollen.

Den ersten Schritt tut die Firma

Wie Bernhard Ruß in der Ratssitzung erläuterte, beginnt das formale Verfahren, wenn das Unternehmen SKD die Planunterlagen beim Bergamt Nordbayern eingereicht hat und das Amt diese Pläne an die Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme weiterreicht. Dabei findet eine öffentliche Auslegung statt, so dass jeder Bürger in die Unterlagen Einsicht und Stellung dazu nehmen kann. Auch die Gemeinde Sand wird im Rahmen der Anhörung Stellung beziehen.
Ruß führte aus, dass er bei der Besprechung nachdrücklich die ablehnende Haltung der Gemeinde zu dem Vorhaben dargelegt habe. "Wir sind nach wie vor gegen einen weiteren Kiesausbau nordöstlich von Sand", sagte Ruß. Thomas Stadelmann, der Bürgermeister der benachbarten Stadt Zeil, habe die vorgebrachten Einwände der Gemeinde Sand unterstützt. Wie Ruß jedoch weiter ausführte, ist es einem Unternehmen dennoch unbenommen, einen Antrag zur Erweiterung seiner Produktionsflächen zu stellen.

Prüfung aus vielen Blickwinkeln

Wie Ruß weiter erläuterte, ist es Aufgabe des Bergamts und der Regierung von Unterfranken, den SKD-Antrag zu prüfen. Ferner muss die öffentliche Auslegung erfolgen, es müssen die Stellungnahmen behandelt werden und die Auswirkungen des Vorhabens auf Umgebung und Umwelt überprüft werden. Das Verfahren endet erst nach Abwägung aller Einwände mit einem Planfeststellungbeschluss. Hier erst wird beschrieben, ob eine Erweiterung der Kiesausbeute möglich ist oder nicht. Ruß kündigte an, die Bürger ausführlich über das geplante Kiesausbeute-Vorhaben der Firma SKD informieren zu wollen, sobald die Unterlagen in der Gemeindeverwaltung vorliegen.