Coburg — Das Spitzenspiel gewann die SG Rödental klar bei HG Kunstadt und ist wieder selbst Tabellenführer.


Die Partie gedreht

HG Hut/Ahorn - HC 03 Bamberg II 37:26 (12:16): Mit dem am Ende überzeugenden Heimerfolg gelang Hut/Ahorn der erste doppelte Punktgewinn. HG-Coach Axel Roß hatte bis auf Deniz Balkan einmal alle Mann an Bord. Dennoch tat sich seine Truppe gegen die in allen Teilen solide besetzten und kompakt auftretenden Bamberger Reservisten lange sehr schwer. Zwar gelang vor allem durch einen gut aufgelegten Daniel Schulze bis zur 15. Minute ein 9:6-Vorsprung. Doch war der bald wieder verspielt. Abstimmungsprobleme, verbunden mit vielen Ballverlusten und überhastete Wurfversuche, nutzten die Gäste mit einem 9:1-Lauf zur 15:10-Führung und zum 16:12-Pausenstand. Nach dem 12:17 kämpfte sich die Handball-Gemeinschaft aber wieder Spiel zurück. Johannes Beetz zwischen den Pfosten wurde mit großartigen Paraden zum großen Rückhalt einer zunehmend an Oberhand gewinnenden Defensiv-Abteilung. Die Vorentscheidung fiel zwischen der 40. und 45. Minute. Thomas Linke erzielte den Anschluss zum 21:22, Fabian Gahn schaffte den 22:22-Ausgleich und Stefan Döbereiner brachte seine Mannschaft mit dem 23:22 nach vorne. Damit waren alle Dämme gebrochen. In der Schlussviertelstunde spielten sich die Gastgeber in einen wahren Torrausch. Besonders Tarek Legat wirbelte die HC-Abwehr mächtig durcheinander und Thomas Stöckl durfte nach langer Verletzungspause wieder seine Torjägerqualitäten auspacken. - SR: Dieter Schimik (Schwarzenbach) / Cem Uzun (Helmbrechts). - HG Hut/Ahorn: Beetz, Jan Claas de Rooij - Jan Dirk de Rooij (2), Döbereiner (3), Friedrich (1), Gahn (4), Harbecke (1), Herrmann, Legat (10/2), Linke (5), Mundt, Schimpl (2), Schulze (6/3), Stöckl (3). wau


Pausenrückstand blieb

TV Gefrees - TV Weidhausen 31:25 (16:10): "Wir haben das Spiel bereits in der ersten Halbzeit verloren. Dabei haben wir weder in der Abwehr noch im Angriff Bezirksoberliganiveau gezeigt!" Diese ernüchternde Bilanz zog Frank Steinberger nach der überraschenden 31:25-Niederlage des TV Weidhausen beim TV Gefrees. Gefrees konnte bis dato erst ein Spiel gewinnen. Trotzdem war den Männern des TV Weidhausen bewusst, dass man auf sehr eingespieltes und nicht zu unterschätzendes Team treffen würde. Auch wollte man beweisen, dass man besser auftreten kann als beim enttäuschenden Unentschieden gegen die HG Hut/Ahorn. Sorgen bereiteten allerdings einige Verletzte. Es fehlten Fabian Querfeld (Nasenbruch aus dem Spiel gegen Kunstadt) und Tim Pechauf (im Abschlusstraining verletzt). Krankheitsbedingt angeschlagen waren Johannes Bauer, Maximilian Werner und Sebastian Büttner. Völlig überflüssig waren die lautstarken Diskussionen mit den Schiedsrichtern, die ebenfalls Zeitstrafen zu Folge hatten. Nach einer katastrophalen Halbzeit ging man mit einem Sechstore-Rückstand (16:10) in die Pause. Der Wille, das Spiel noch zu drehen, war auch in der zweiten Hälfte nicht ansatzweise zu erkennen, vielmehr verzettelte man sich in unnötige Kleinkriege mit dem Gegner. Erst gegen Ende der Partie fand die Mannschaft zu ihren gewohnten Rhythmus. Sehenswerte Paraden von Zapf, starke Konterpässe und ein sicherer Abschluss sorgten dafür, dass die Differenz zwischen beiden Teams wie zur Pause sechs Tore betrug. - TV Weidhausen: Schieber, Zapf - Recknagel (7), Bauer (5), F. Büttner (4), C. Büttner (3), Goller (3), Morgenthum (1), Knauer (1), Werner (1), Fischer, Staude, S. Büttner.


Schnell Führung gab Sicherheit

HG Kunstadt - SG Rödental: 27:36 (12:19): Im Vorfeld des Spiels wurde viel spekuliert. Können Lakiza und Oester auflaufen? Ist Piskac vielleicht doch schon im Kader? Nach einer Schweigeminute für die Opfer in Paris war die Bühne frei für den Tabellenführer und die SGR. Von der ersten Sekunde an waren die Hummelstädter motiviert und zogen direkt mit 5:1 davon. Der Hauptdarsteller der ersten Viertelstunde war jedoch nicht Trotsenko, Schuhmann oder Metz. Der eigentlich angeschlagene Andreas Günther spielte seine Schnelligkeit immer wieder aus und erarbeitete sich Chancen, die er verwandelte. Die Deckung der SG war stabil, lediglich Kreisanspiele von Lakiza oder Zelenov auf Oester machten die Kunstädter gefährlich.
Auch Florian Cichon war von der ersten Minute an hellwach und entschärfte jede Menge Chancen der Gegner. Nach fünf schwächeren Minuten in der Mitte der ersten Hälfte zogen die Rödentaler jedoch wieder das Tempo an und führten mit sieben Toren zur Halbzeit. Hätte die HGK in den ersten zehn Minuten nach der Pause auf 3 bis 4 Tore verkürzt, wäre das Spiel nochmal eng geworden. Doch die SGR behielt die Nerven und schraubte die Führung auf zehn Tore hoch. Stefan Schuhmann erledigte die Strafwürfe alle kurz und schmerzlos und so konnte man auf vielen Positionen durchwechseln. Kunstadt auch eine Manndeckung gegen Trotsenko, Metz oder teilweise auch bei Christoph Schuhmann. Doch spätestens ab der 45. Minute war das Spiel entschieden. - Tore SG Rödental: Günther 9, Stefan Schuhmann 7/6, Cichon 5, Trotsenko 5, Metz 3, Christoph Schuhmann 2, Fladt 2, Riedel 1, Zell 1, Eberlein 1. be


Licht und Schatten

SG Bad Rodach/Großwalbur - TV Neuses 27:22 (10:11): Trainer Keller forderte, das Spielgeschehen von Anfang an zu beherrschen und an die teils sehr gute Leistung in Marktleuthen anzuknüpfen. Dies kam aber nicht optimal zu Stande. Eine derart desolate und ideenlose Vorstellung haben die Zuschauer in der Bayernhalle wohl schon lange nicht mehr gesehen. Abwehrverhalten war praktisch nicht vorhanden und im Angriff glänzte lediglich der Angstschweiß auf der Stirn einiger Spieler. Nach 10 Minuten des Grauens folgte die Auszeit der Gastgeber. Durch technische Fehler und Fehlwürfe gab der Gastgeber Neuses die Chance, sich von 6:7 auf 6:10 abzusetzen (23.). Wagner kassierte die zweiten Zweiminuten und Zuschauer und Spieler wurden unruhiger. Lediglich die Edelfans des Gastgeber behielten kühles Bier und kühlen Kopf und feuerten die Rodacher Spieler weiter an. Heublein entschärfte vor der Pause noch einige Schüsschen und die Hausherren kamen ihrerseits zum Torerfolg. So ging man mit einem 10:11-Rückstand in die Pause.
Ernste Worte in der Kabine und die Einwechslung von Torwart Weiß und Tom Kretschmer brachten die Gastgeber in die Erfolgsspur. Weniger geordnetes, aber dafür schnelles Spiel nutzen Wagner und Kretschmer ansatzlos aus. Liebermann wurde geschickt und bewies, dass man durch geringen Luftwiderstand Vorteile im Laufduell hat. Schnell drehte man einen Rückstand in eine Fünf-Tore-Führung (22:17). Neuses wirkte in dieser Phase müde und die Spieler von Clever Baumann verliefen sich öfter im Abwehrwald der SG. Lediglich Christian Rottenbach behielt etwas den Überblick, ohne die Niederlage zu verhindern. - SG Bad Rodach/Großwalbur: Heublein/Weiß - Wagner (9), Kretschmer (5), Liebermann (5), Wutschka (4), Kuhn (2), Bunk (2/2), Lutz, Gräßel, Reinermann, Tendera. - TV Neuses: Ohland, Erl, Engel - Pletl 1, Kempf 4, Kolb 7/3, Rottenbach 7, Bieber 1, Gruber, Bertges, Finzel, Karl 2. - SR: Böhnisch, Weißflog. kre