Im Kanupolo ist der PSC Coburg mit seinen Damen Deutscher Meister, mit der U14 Zweiter und mit den Herren Achter. Eine erfreuliche Bilanz auf dem Baldeneysee in Essen.


Herren vorher schon am Ziel

Die Herren hatten ihr Ziel nach Abschluss der Hin- und Rückrunde in der Bundesliga eigentlich schon erreicht, nämlich den Klassenerhalt durch den Einzug in die Play-offs als Achtplatzierter. Allerdings hatten sich die Coburger Philipp Fischer-Dederra, Max Dressel, Tom Schwarz, Rene Fiur, Carsten Faber, Dominik Sönning, Kai Berner, Sebastian Giebe, Malte Jungmann und Robby Densch vorgenommen, die "Großen" wenigstens ein bisschen zu ärgern. Und das gelang ihnen im ersten Spiel gegen den Tabellenführer WSF Liblar eindrucksvoll, indem sie den Favoriten in die Verlängerung zwangen. Mit 3:0 und 4:1 hatten die Titelaspiranten aus dem Kölner Großraum schon geführt, aber die Vestestädter zeigten sich sowohl körperlich als auch spielerisch ebenbürtig und glichen in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit durch Philipp Fischer-Dederra zum 4:4 aus. In der Verlängerung stellten die Liblarer ihre ganze Klasse unter Beweis und setzten sich mit dem Golden Goal zum 5:4 durch.
Es folgte eine 0:3-Niederlage im 2. Spiel. Den Meidericher KC zwang Coburg nach 0:2 und 4:3 in ein drittes Spiel, das 4:3 für Meidrich endete.
Das letztes Spiel um Platz sieben ging gegen Wanderfalke Essen klar verloren.


Lob für die U14

Mit einem kleinen Kader musste die U14 auskommen. So musste schon beim NRW-Cup Anfang Juli die zehnjährige Emely Matthäi als 5. Spielerin den zu diesem Zeitpunkt auf vier Stammspieler geschrumpften Kader ergänzen. Trotzdem erreichten die Coburger einen beachtlichen 5. Platz. Zum Sachsen-Cup nach Glauchau durften gleich drei "Kleine" mitfahren. Neben Emely Matthäi vervollständigten Finn Menger und Jana Selenko das Team, das das Turnier souverän durch ein 8:2 im Finale gegen den ESV Cottbus gewann.
Selbst zur deutschen Meisterschaft konnte der PSC nicht mit den besten "Sechs" aufwarten. Davon unbeeindruckt lieferten die anderen fünf Leistungsträger Nele Schmalenbach, Jakob Hilmer, Tim Finsterer, Sebastian Knöpfel und Laura Schütze zusammen mit Finn Menger und Jana Selenko einen herausragenden Wettkampf. In der Vorrunde machten sie durch Siege über TUS Warfleth (7:0 ) und KSF Mülheim (5:3 ) den Einzug in die obere Runde klar. Um den Gruppensieg unterlagen sie dem späteren Deutschen Meister KSV Havelbrüder mit 0:7.
In der Zwischenrunde ging eng es zu. Gegen KSV Rothe Mühle Essen gab es ein 3;4, aber gegen die Favoriten aus Meiderich ein 7:5. Dann setzte sich der PSC gegen VK Berlin mit 7:2 durch. Bei Punktgleichheit hatte Coburg mit einem Tor die Nase vorn. Der deutliche Sieg des PSC gegen RSV Hannover mit 8:1 bedeutete den Einzug in das Finale. Dort wurden aber die Havelbrüder ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht.
Spielerisch herausragend und nervenstark präsentierten sich in den Bundesliga-Play-offs die Coburger Damen Pia Schwarz, Corinna Schwarz, Leonie Wagner, Annika Adler, Stefanie Geiger, Emily Bildat und Annika Knöpfel. Nach Abschluss der Hin- und Rückrunde der Bundesliga lagen die Vestestädterinnen auf Platz drei und mussten im Viertelfinale gegen die Sechstplatzierten vom KG List Hannover antreten. Ungefährdet zogen sie mit zwei Siegen (7:3 und 4:2 ) ins Halbfinale ein.
Hier trafen sie auf den Angstgegner des Vorjahres, KCNW Berlin. Zunächst lief alles wie am Schnürchen. 2:0 schossen sich die Coburgerinnen in Führung, mussten aber das 2;2 hinnehmen. Mit ihrem Golden Goal zum 3:2 erlöste Annika Adler ihr Team. Im zweiten Halbfinalspiel hieß es 0:0. Erst nach drei Verlängerungen schoss Emily Bildat mit ihrem viel bejubelten Treffer den PSC ins Finale.


Golden Goal entschied

In der ersten Halbzeit des ersten Finalspiels gegen Göttingen boten die Coburgerinnen eine herausragende taktische Leistung und erspielten sich eine 3:0-Führung. In der zweiten Halbzeit glich Göttingen zum 3:3 aus. Wieder entschied ein Golden Goal durch Annika Adler zum 4:3. Im zweiten Spiel hatte Coburg dann keine Chance; 2:7. Die Coburgerinnen fanden aber im 3. Spiel zu alter Stärke zurück. 4:4 hieß es nach der regulären Spielzeit. Das Golden Goal durch Emily Bildat bedeutete aber das 5:4 und die deutsche Meisterschaft für die Coburger Damen.
Diesen Titel haben sich die "Golden Goal Girls" vom PSC nach dieser Energieleistung mehr als verdient, vor allem wenn man bedenkt, dass mit Jule Schwarz eine ihrer besten Spielerinnen nicht dabei sein konnte.


Um den WM-Titel

Am Sonntag, 28. August, treffen sich auch einige Spielerinnen aus Coburg, Pia Schwarz und Leonie Wagner für die Damen-A-Nationalmannschaft, und Annika Adler und Emily Bildat für das Damen-U21-Nationalteam mit ihren Konkurrentinnen aus Berlin und Göttingen sowie anderen Teams der Bundesliga in Syrakus (Sizilien) wieder. Bis zum 4. September geht es dann um den Weltmeister-Titel für Deutschland. ks