Ob Trump in den USA, Putin in Russland oder Erdogan in der Türkei: In immer mehr Ländern lässt sich ein Trend zu neuen autokratischen oder totalitären Herrschaftsstilen beobachten. Sie ignorieren die Gewaltenteilung, stellen die Meinungsfreiheit in Frage und setzen sich sowohl über ihre eigenen Verfassungen als auch internationale Abkommen hinweg.
Aber auch in Deutschland und der EU stehen die Menschenrechte in Zeiten des Erstarkens neonationaler und konservativer Bewegungen und mit Blick auf den Kampf gegen den Terrorismus oder die Behandlungen von Flüchtlingen unter Druck, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität.
Wie steht es in dieser Zeit um die Menschenrechte - vor allem um deren zentrales Anliegen, alle Menschen in ihrer Würde zu achten und Diskriminierungen zu unterbinden? Welche internationalen Schutzmechanismen gibt es? Genügen bestehende Normen und Institutionen oder müssen wir den Menschenrechtsschutz neu denken? Erleben wir derzeit gar, dass unausgesprochene Prämissen des internationalen Menschenrechtsschutzes wegbrechen?
Um diese und ähnliche Fragen dreht sich eine Diskussionsrunde am Dienstag, 14. Februar, um 18 Uhr an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Die beiden Menschenrechtsexperten Heiner Bielefeldt und Markus Krajewski diskutieren dabei nicht nur miteinander, sondern laden auch das interessierte Publikum ein, sich an dem Gespräch zu beteiligen. red