von unserem Redaktionsmitglied 
Dagmar Besand

Kulmbach — Die Sommerferien sind bald vorbei, die meisten Feste in der Stadt gefeiert. Doch ein Höhepunkt steht noch aus: das Family-Fun-Festival im Mönchshof am letzten Feriensonntag, 14. September. Zum 24. Mal organisiert die Landkreisjugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring, der Sparkasse Kulmbach-Kronach, dem Mönchshof und der Bayerischen Rundschau das Spektakel. Bis zu 10 000 Besucher werden bei gutem Wetter von 13 bis 17 Uhr das Gelände stürmen und einen erlebnisreichen Nachmittag mit vielen Aktionen verbringen.
Was man am Veranstaltungstag nicht sieht, sind die gewaltigen Anstrengungen, die im Vorfeld nötig sind, um ein solches Event auf die Beine zu stellen. Die Organisations-Genies im Hintergrund sind Melanie Dippold und Isabelle Reuschlein von der Landkreis-Jugendarbeit, tatkräftig unterstützt von Uli Wagner vom Mönchshof. Sie sorgen dafür, dass am Veranstaltungstag alles wie am Schnürchen läuft.

Gemeinschaft macht stark

Das Family-Fun-Festival ist eine logistische Meisterleistung: Rund 40 Vereine, Firmen und Institutionen bieten rund 100 verschiedene Einzel-Attraktionen zum Schauen, Staunen, Mitmachen und Experimentieren an. "Sie brauchen Stellplätze, Pavillons, Bühnenflächen, Strom, Wasser, Tische, Bänke, Stühle, Stellwände und Berge an Spielgeräten und Bastelmaterial", sagt Melanie Dippold. Das alles muss besorgt, transportiert und aufgebaut werden.
"Wir profitieren bei der Aktion von unserer langjährigen Erfahrung und der tollen Zusammenarbeit aller Beteiligten", sagt Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler, der von Anfang an dabei ist. Das Festival war vom Start weg ein Erfolg, erinnert er sich: 6000 Besucher seien gekommen, in den folgenden Jahren wurden es bis zu 10 000 Gäste.
Nur als Gemeinschaft sei das Event zu stemmen: Die Landkreisjugendarbeit und der Kreisjugendring übernehmen die Planung, die Sparkasse unterstützt finanziell, um die zugekauften Attraktionen bezahlen zu können, und kommt auch für die Verpflegung der ehrenamtlichen Helfer auf. Der Mönchshof stellt die Halle, und die Infrastruktur mit Wasser- und Stromversorgung, Toiletten und Müllentsorgung zur Verfügung.

Jeder kann Wünsche anmelden

Auch die Bayerische Rundschau ist beim Festival mit von der Partie - mit einem Wabbelberg, Bananen-Rodeo und Flitzer-Tattoos. Wie jeder Anbieter haben wir mit der Anmeldung von der Landkreis-Jugendarbeit einen Fragebogen bekommen, auf dem ermittelt wurde, wieviel Platz und welche Grundausrüstung wir für unsere Aktionen brauchen.
Auf der Basis dieser Angaben wurden der aktuelle Lageplan erstellt. Die Bogenschützen beispielsweise können nicht überall schießen, sondern brauchen einen speziell gesicherten Bereich. Die Tänzer benötigen eine Bühne, das Kasperltheater einen ruhigen Platz im Trockenen.
Das Besondere an diesem Tag ist neben der Programm-Vielfalt das große Engagement der Ehrenamtlichen. Mehrere hundert Helfer sind im Einsatz und haben Spaß an der Arbeit. Gerade die Vereine sehen und nutzen ihre große Chance: Das Spektakel im Mönchshof ist nämlich auch ein Marktplatz für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung um Nachwuchs für die Jugendgruppen. Jürgen Ziegler sieht mehrfachen Gewinn für alle Beteiligten: "Wenn jeder eine kleine Aktion macht, verpufft der Effekt, weil man gar nicht so viele Leute erreicht. Aber beim Familiy-Fun sind tausende Menschen unterwegs. Da bleibt schon der eine oder andere bei einer Organisation hängen, deren Angebot ihn begeistert."