In der Feuerwehr Kauernhofen sind auch Frauen, doch bisher gibt es im Feuerwehrhaus für sie keine Toilette. Das Ingenieur- und Planungsbüro Lämmlein aus Forchheim wurde von der Verwaltung beauftragt, einen Vorentwurf zu erstellen. An den Planungen waren die Mitglieder der Feuerwehr beteiligt. Die Marktgemeinderäte prüften auf ihrer Sitzung nicht nur die Pläne, sondern auch die für den Anbau geschätzten Gesamtkosten von 187 000 Euro.
Das Feuerwehrhaus soll um gut fünf Meter nach hinten verlängert und die Terrasse überbaut werden. Unten sollen Toiletten für Männer und Frauen, darüber ein Büro und eine kleine Küche entstehen. "Das sieht schön aus, kostet aber viel Geld", fasste Bürgermeister Claus Schwarzmann zusammen.
Vielleicht sei das ein Projekt, bei dem die Gemeinde gemeinsam mit den Mitgliedern der Feuerwehr viel selbst übernehmen könnte, damit der Anbau bezahlbar bleibe. Auch Monika Dittmann (Bürgerbund) erschrak über die Höhe der Gesamtsumme, zumal die Kosten auch noch 30 Prozent von dieser Schätzung abweichen könnten.
Stefan Rickert (Junge Bürger) findet die Toiletten notwendig und wollte wissen, ob es dafür Fördermöglichkeiten gebe, Bürgermeister Schwarzmann befürchtet jedoch, dass dafür keine Förderung möglich sei. Die Marktgemeinderäte beauftragten das Ingenieurbüro mit zwei Gegenstimmen, für die Vorplanungen eine Kostenberechnung zu erstellen, die als Grundlage für weitere Planungen dient.
Für die Dorferneuerung Neuses wurden die Verträge mit den Planern erarbeitet, der Markt Eggolsheim muss sich mit 56 000 Euro an den Kosten in Höhe von 185 000 Euro beteiligen. Die Marktgemeinderäte stimmten einstimmig zu.


Zu laut

368 Anlieger der Bahnstrecke in Neuses und Eggolsheim hatten unterschrieben und die Listen an Bürgermeister Claus Schwarzmann überreicht. Sie forderten Erhöhungen und Verlängerungen der von der Bahn geplanten Lärmschutzwände. Ob die Maßnahmen tatsächlich eine Verbesserung für die Anwohner darstellen würden, muss durch Fachleute überprüft werden. Die Marktgemeinderäte beauftragten einstimmig damit die IBAS Ingenieurgesellschaft aus Bayreuth, die bereits den Lärmschutz in Altendorf überprüft hatte.
Günter Honeck von der Bammersdorfer Bürgergemeinschaft wollte wissen, warum eigentlich nicht erst gebaut - und dann gemessen werde. Das gehe nicht, betonte Schwarzmann, da für den Lärmschutz keine Messungen, sondern Berechnungen die Grundlage bildeten. Der Wunsch der Bürger, die von dem Lärm auf der Autobahn betroffen sind und sich für eine Verlängerung der östlichen Lärmschutzeinrichtungen einsetzten, wurde von den Mitgliedern des Marktgemeinderates dagegen abschlägig beschieden.
Die Autobahndirektion Nordbayern schätzt Kosten für die Verlängerung von 420 Metern auf 600 000 Euro, die Ablösekosten für den Unterhalt der Lärmschutzwand wären noch einmal so hoch. Lärmschutz über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, der Eggolsheim 1,2 Millionen Euro kosten würde, sei nicht bezahlbar.