Die Hauptarbeit machen die Kinder: Sie säen in der Gärtnerei unter der Leitung von Georg Wagner die Samen von Gemüse und Blumen aus und pikieren die Jungpflanzen, bevor sie nach den Eisheiligen ab Mitte Mai in den Kräutergarten hinter dem Hausener Dorfgemeinschaftshaus gepflanzt werden.
Jeden Dienstag, wenn ab 18 Uhr wieder Jäten und Ernten angesagt ist, kommen bis zu zwanzig Kinder und Jugendliche und gärtnern unter der fachkundigen Leitung der Jugendleiterinnen, bevor sie sich anschließend mit Schnittlauchbrot und Getränken wieder stärken. Salat, Tomaten, Bohnen, Kohlrabi und viele Blumen und Kräuter: Alles, was die Kinder im Kräutergarten anbauen und ernten, dürfen sie entweder essen oder mit nach Hause nehmen.
Jeden letzten Samstag im Monat treffen sich die Kinder des Vereins ebenfalls und unternehmen gemeinsam mit den Jugendleiterinnen eine ganze Menge: Mal geht es hoch aufs Walberla oder sie gucken die Hausener Schleuse von unten an, mal wird Marmelade gekocht, mal werden Nistkästen oder Insektenhotels gebaut, es werden Geschenke für den Muttertag gebastelt oder Namensschilder für die Beete.
Seit 16 Jahren gibt es die Jugendgruppe des Hausener Gartenvereins inzwischen und von den 26 Gründungskindern sind immer noch 17 im Verein, auch wenn sie längst in die Erwachsenengruppe wechselten.
"Wir haben einfach Zettel gedruckt, die wir vor den Schulen in Hausen und Wimmelbach verteilt haben", erinnert sich Elisabeth Liebl an die Anfänge, die alles andere als mühsam waren.
In den Sommerferien bietet der Verein als Programmpunkt im Hausener Ferienprogramm eine Kartoffelernte an. Statt der erwarteten 25 Teilnehmer kommen oft bis zu 50 Kinder, berichtet Bernadette Frömel, die gemeinsam mit anderen Frauen die Kindergruppe fachkundig begleitet. Die Kartoffeln werden aus der Erde gegraben, zusammengelesen, gewaschen, geschält, zu Pommes geschnitten, fritiert und gemeinsam mit heißen Wienerle gegessen, schließlich macht so viel Arbeit an der frischen Luft auch Hunger. Da-bei lernen die Kinder, dass Pommes nicht nur in Tiefkühltruhen zu Hause sind, sondern dass man diese auch selbst aus Kartoffeln schnitzen kann. sh