von unserer Mitarbeiterin Petra Malbrich

Gräfenberg — Der Gräfenberger Stadtrat Matthias Striebich (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, die Zahl der Verwaltungsräte im Kommunalunternehmen (KUG) Gräfenberg auf acht zu erhöhen. Striebich begründete diese Forderung mit der demokratischen Kontrolle. Die Bedeutung des Kommunalunternehmens bezeichnete Striebich als hoch.
Im KUG würden weitreichende und finanziell bedeutende Entscheidungen getroffen, die über die Entscheidungen des Stadtrats hinausgehen. Ob dies ein kleines Gremium, dem nur einen Bruchteil des Stadtrats angehört, leisten kann, bezweifelte Striebich.

Verschiedene Varianten

Auf der anderen Seite räumte Striebich ein, dass auch die Grünen künftig gern mitbekommen würden, was in der KUG läuft.
Geschäftsstellenleiter Stefan Kohlmann hatte inzwischen mögliche Varianten ausgearbeitet. Erstens einen Verwaltungsrat mit acht Mitgliedern oder zweitens mit neun Sitzen. Nur im zweiten Fall würden die Grünen einen Sitz bekommen. Möglich sei zudem, es bei den derzeitigen vier Sitzen zu belassen. Denkbar sei auch ein Verwaltungsrat mit fünf Sitzen, wobei der fünfte Sitz den Freien Wählern zufallen würde. Werner Wolf (FW) möchte den Verwaltungsrat weiter als verkleinertes Spiegelbild des Stadtrats und damit entsprechend der Sitzverteilung verwirklicht sehen: "Sonst bläht man das Gremium auf."
Die Variante mit je einem Vertreter der verschiedenen Fraktionen unterstützt Stadtrat Heiko Kracker (GBL). Er nannte es sinnvoll, wenn jede Fraktion im Verwaltungsrat vertreten ist. Hans Derbfuß (CSU) war dagegen der Meinung, dass der bestehende Verwaltungsrat ausreiche.
An diesem Punkt der Diskussion nahm Striebich seinen Antrag zurück, den Verwaltungsrat auf acht Sitze zu erhöhen. Er bat stattdessen über jene Variante abzustimmen, die je einen Parteivertreter im Verwaltungsrat vorsieht. Mit 12:4 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.