Obertheres — Der Thereser Gemeinderat hat sich bei einer Ortseinsicht in Obertheres über den aktuellen Stand der Bauarbeiten am Regenrückhaltebecken am Ende der Klosterstraße und des Regenklärbeckens in der Sailershäußer Straße im Gewerbegebiet Nord informiert. Oberbauleiter Herbert Kuhn vom Büro Pro Terra aus Knetzgau gab die Erläuterungen.
Das künstlich angelegte Regenrückhaltebecken wird in Erdbauweise errichtet und soll in Zukunft große Mengen Niederschlagswasser zwischenspeichern. Die aufgefangene Wassermenge wird verzögert in den Entwässerungskanal zum Main geleitet. Dadurch werden im Bereich des Schlosses Ditfurth Überflutungen verhindert. Das Regenrückhaltebecken nimmt bis zu 1500 Kubikmeter Wasser auf. Das Schmutzwasser wird weiterhin über die Abwasserkanalisation zur Kläranlage geleitet. Die Erdbauweise hat mehrere Vorteile: geringere Baukosten und naturnahe Gestaltung.

Trennsysteme

Das Regenklärbecken in der Sailershäuser Straße wird als Absetzbecken besonders für die Oberflächenentwässerung des Gewerbegebietes Nord eingesetzt. Mit der Hilfe von Trennsystemen, integrierter Leichtstoffabscheidung (Öl, Benzin, Fett) und einem zwei Meter hohen Dauerwasserspiegel werden darin Schwebstoffe aus dem verschmutzten Regenwasser gefiltert, wie der Rat weiter erfuhr. Nach den Angaben von Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) belaufen sich die Gesamtkosten auf 840 000 Euro. Neben dem Bau der beiden Becken inklusive Kanalisation sind auch die Asphaltierung der Sailershäuser Straße, die Erneuerung der Überfahrten am Ableitungsgraben und die LED-Straßenbeleuchtung einbezogen.
Zum Zeitplan wurde mitgeteilt: Während die Baumaßnahmen am Regenrückhaltebecken so gut wie abgeschlossen sind, sind die Fertigstellung des Regenklärbeckens und die Erneuerung der Sailershäuser Straße bis Ende Juni geplant. rr