Knetzgau — "Wir haben fertig" - Die Mittelschüler der Dreiberg-Schule Knetzgau haben es geschafft und nach neun Jahren Schulzeit Abschied gefeiert. Eltern, Großeltern, Geschwister und Gäste waren zur Feier gekommen, die bedingt durch die Sanierung des Knetzgauer Schulgebäudes im Spiegelsaal von Schloss Oberschwappach stattfand.
Von 16 Schülern - zwei haben die Klasse im Lauf des Jahres verlassen - haben 14 die Mittelschule erfolgreich abgeschlossen und zehn den Qualifizierenden Abschluss an der Mittelschule erreicht. In Gedanken ging Rektorin Hannelore Glass zurück an die Anfänge der Schullaufbahn der Absolventen, die von verschiedenen Lehrkräften begleitet und von Klaus Ritter ab der siebten Klasse übernommen und zum Ziel geführt wurden.
Glass zog einen Vergleich des lebenslangen Lernens, das sie als "Dauerbaustelle" bezeichnete, zur momentanen Baustelle des Schulhauses. Einen guten Bauplan - für eine Baumaßnahme unerlässlich - habe die Schule geliefert. Den Baugrund, den hätten die Absolventen gut vorbereitet von zu Hause mitgebracht. Eingerichtet habe die "Lernbaustelle" der Sachaufwandsträger‚ das ist die Gemeinde Knetzgau.
Die feste Schalung, damit der Beton nicht verlaufe, verglich die Rektorin mit dem Ordnungsrahmen der Schule, wie etwa der Hausordnung. Die Betonmischung sei ebenfalls wichtig, wofür die Schule versucht habe, einen guten Beton aus Wissen, Können, Einsichten und Verhaltensweisen zu mischen und mit Armiereisen aus sozialer Verantwortung zu verstärken. Ein kräftiges Aufrütteln, um mehr zu tun und die Anlagen und das Leistungsvermögen optimal zu fördern, war laut Glass ebenso wichtig, um ähnlich wie beim Hausbau keine versteckten Hohlräume zu erhalten.
Die Abbindewärme, wie sie Beton benötigt, war laut Rektorin im vergangenen Schuljahr zu verspüren, als die Köpfe der Absolventen vom Lernen rauchten. Bei der Feierstunde könne nun die Schalung, die das Fundament neun Jahre umschlossen habe, entfernt werden, damit die Schule Knetzgau nicht mehr einengen könne, sagte Glass. Die Zukunft werde zeigen, ob es gelungen sei, ein solides Fundament zu schaffen, auf dem ein stabiles Lebensgebäude errichtet werden könne, denn Planänderungen und Umbauten könnten immer wieder auf die jungen Menschen zukommen.
In seinen Glückwünschen stellte Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) die zukünftigen Herausforderungen der Schulabgänger in den Mittelpunkt. Die Zeiten für die Absolventen auf dem Ausbildungsmarkt bezeichnete er als optimal. So könne sich mancher Schulabgänger unter mehreren Betrieben einen Ausbildungsplatz aussuchen. Dies dürfte man jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen, bat er. Auch wenn Fachkräftemangel herrsche, schaue jeder Personalchef auf Leistungsbereitschaft.
Als wichtige Etappe im Leben der Schulabgänger bezeichneten die Elternbeiräte Silvia Schlegelmilch und Sonja Müller die feierliche Verabschiedung. Sie gratulierten mit einem Rückblick auf die vergangenen Jahre zur erfolgreich absolvierten Laufbahn an der Dreiberg-Schule.
Mit einem Rückblick bedankten sich im Namen aller Schüler Noemi Falsone und Daniel Schlegelmilch.
Besondere Auszeichnungen gab es für die Schülerlotsen Daniel Popp, Pascal Betz und Dominik Holzschuh (überreicht von Bruno Warmuth/Verkehrswacht) sowie für die Schulsanitäter Laura Gelhorn und Luisa Müller (Elena Krämer/Rot-Kreuz-Jugendarbeit).
Die beste Arbeit in Deutsch hatte Noemi Faslone geschafft (Preis von Georg Hofmann); Mathematik: Nico Wagner und Lukas Schmidtke (Frederic Rambacher / Raiffeisen-/Volksbank Haßberge); Projekt: Dominik Holzschuh (Kathrin Pfennig / Sparkasse Ostunterfranken); Englisch: Daniel Schlegelmilch (Hachem Farmand); Kunst: Elaine Seufert (Goldschmiede Katja Buhlheller); Bester Quali: Pascal Betz (Bürgermeister Stefan Paulus); Soziales Engagement: Luisa Müller (Klaus Ritter). cr