Negativ-Schlagzeilen vom Brexit, der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und den überbordenden Regularien der EU - schwierige Zeiten konstatierte Edmund Kainer in der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Ebrachgrund.
Dennoch versicherte der Kreisverbandsvorsitzende der Raiffeisenbanken: "Ihrer Bank geht's gut!" Eine Dividende von drei Prozent für die Mitglieder sei heutzutage sehr gut. Gleiches war bei der Mitgliederversammlung in der Ebrachtalhalle auch aus dem Mund des Vorstandsvorsitzenden der Dreifrankenbank, Georg Mönius, zu hören.


Positive Mitgliederentwicklung

Allen Horrornachrichten im Bankengeschäft zum Trotz: Die Mitgliederentwicklung der Raiffeisenbanken in Bayern bewegt sich dazu genau konträr. Von 979 000 im Jahr 1970 bis heute haben sich die Mitglieder bayernweit fast verdreifacht. Dass die Mitglieder ihrer Genossenschaftsbank vertrauen, war auch in der Ebrachtalhalle festzustellen. Alle Abstimmungen konnten per Handzeichen durchgeführt werden und das geht nur mit dem Einverständnis der Mitglieder. Bei der Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Friedrich Gleitsmann, derzeit Vorsitzender dieses Kontrollgremiums, sowie von Gerhard Ley, traten keine Gegenkandidaten auf. Auch beim letzten Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" gab es keinerlei Kritik für die Führung der Bank in der Dreifranken-Region. Die Raiffeisenbank Ebrachgrund sei "wirtschaftlich gesund", ließ der Vorstandsvorsitzende Mönius mit seinem Geschäftsbericht hören. Eigenmittel von 14,1 Millionen entsprächen einem Anteil von 9,87 Prozent an der Bilanzsumme. Damit liege die Bank deutlich über dem Landesdurchschnitt von 9,01 Prozent. Zum Jahresende 2015 waren 3989 Mitglieder mit 14 039 Geschäftsanteilen an der Genossenschaftsbank beteiligt. Obwohl es fast keine Zinsen mehr gibt, seien die Kundeneinlagen um vier Prozent gestiegen. Ebenfalls gestiegen - um 4,8 Prozent - sind die Kundenkredite.
Die Bilanzsumme weist ein Wachstum von 3,3 Prozent aus. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 158 302 Euro werden 42 230 Euro als dreiprozentige Dividende auf die Geschäftsguthaben ausgeschüttet. 116 071 Euro werden den Ergebnisrücklagen zugeführt. "Drei Prozent bedeuten heute eine attraktive Ausschüttung. Andererseits benötigen wir die Stärkung unseres Eigenkapitals für das künftige Bankgeschäft", betonte Mönius. Und die nächsten Jahre werden - wie Edmund Kainer betonte - "richtig heftig".


Raiffeisen-Jubilare

Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Margareta Dressel, Steppach und Friedrich Baureis, Mühlhausen, geehrt, für 50 Jahre Mitgliedschaft Leonhard Faatz, Stolzenroth, Alois Galster, Murk GmbH, und Paul Hofmann, alle Wachenroth, Erwin Ruhl, Karl Rippel, beide Pommersfelden, Friedrich Popp, Buchfeld, Friedrich Kalb, Walter Kühn, beide Weingartsgreuth, Johann Kaiser, Possenfelden, Gerhard Friedrich, Simmersdorf, Gerhard Krug, Horbach, Erwin Wiesneth, Sambach, Konrad Popp, Hermann Winkler, Warmersdorf, Heinrich Pickel, Hohnsberg, Erwin Ganzmann, Steppach, und Theodor Dotterweich, Gräfenneuses. Als Gewinner von Reisegutscheinen in Höhe von 200 Euro wurden Claudia Mickoleit, Warmersdorf, und Wolfram Lindner, Wachenroth, ermittelt.