von unserem Redaktionsmitglied 
Alexander Hartmann

Kulmbach — "Zu einem gescheiten Frühstück gehört eine Rundschau." Für den Kulmbacher Jürgen Bürger liegt die BR am Morgen zusammen mit Brot und Brötchen auf dem Tisch. Wie er die Zeitungslektüre mit einem gesunden Frühstück verbinden kann, das wurde ihm und weiteren 16 Lesern gestern bei einer BR-Aktion im Kompetenzzentrum für Ernährung deutlich vor Augen geführt.
Das KErn-Team hatte zu Tee und Kaffee Vollkorn-Brötchen ebenso wie Kräuterquark und Leinsamen, Müsli und einen Obstsalat aufgetischt. Ökotrophologin und Diätassistentin Josefine Oberst erläuterte, was man unter einem gesunden Frühstück versteht. "Das gesunde Frühstück gibt es nicht", sagte die Expertin, nach deren Worten die Ernährung inzwischen zu einer Glaubensfrage geworden ist. Dabei sei es falsch, konventionell hergestellte Lebensmittel zu verteufeln, "denn Bio ist nicht unbedingt gesünder". Neben einem Vollkorn- und einem Milchprodukt sollten am besten Obst und Gemüse serviert werden. So erhalte man eine optimale Nährstoff-Kombination, die auch über einen längeren Zeitraum für eine Sättigung sorge. Mit was man sich verwöhne, müsse aber jeder für sich selbst entscheiden: "Denn Essen soll natürlich vor allem eines sein: Genuss."


Wissenschaft und Wirtschaft

Dass sich das Kompetenzzentrum nicht in der Forschung betätige, stellte Simon Reitmeier fest, der Bereichsleiter Ernährungswissenschaft und Produktion sowie Geschäftsführer im Cluster Ernährung ist. Das KErn wertet laut Reitmeier die in der Wissenschaft gewonnenen Erkenntnisse aus und vermittelt diese in auf spezielle Zielgruppen ausgerichteten Seminaren und Projekten. Ferner unterbreite man der Wirtschaft Qualifizierungsangebote wie etwa die Ausbildung zum Gewürz- und Käse-Sommelier.
Dank der Frühstücks-Aktion habe sie wieder mehr Vertrauen in die konventionelle Lebensmittel-Herstellung gewonnen, stellte Martina Münzhardt fest, die selbst Gesundheits-Pädagogin ist. Für Jürgen Bürger ist auch die Bayerische Rundschau fester Bestandteil des Frühstücks. In der Diskussion über die Zeitung bemängelte er, dass zu wenig Kulmbach-Themen und zu viele Berichte aus den angrenzenden Landkreisen veröffentlicht würden. Dass gerade Leser, die in Randgemeinden leben, auch über Ereignisse aus der Region informiert werden wollen, sagte BR-Redaktionsleiter Alexander Müller. Kulmbach komme aber nicht zu kurz. Bei einer 32-seitigen Ausgabe würden Themen aus Stadt und Landkreis auf mindestens 16 Seiten aufbereitet.


Die Europatour

Der Redaktionsleiter machte auch auf anstehende Zeitungs-Aktionen aufmerksam. So werde am kommenden Donnerstag für sechs Wochen eine Europatour gestartet, bei der - jeweils mit einem regionalen Aspekt - die Besonderheiten verschiedener Länder dargestellt würden.
Im November stehe dann die Verleihung des Bürgerpreises in den Kategorien Jugendförderung, Zivilcourage und Soziales an.