Kreis Haßberge — Noch gelten die Azoren als ein Geheimtipp für Individualtouristen und als Paradies für Naturbegeisterte. Das könnte sich aber bald ändern. Gerade deswegen hatte die Fahrtengruppe "Mit der Union durch Europa" aus dem Landkreis Haßberge sich dieses Archipel mitten im Atlantik als Ziel ausgewählt. Seit über 35 Jahren kümmert sich der CSU-Kommunalpolitiker Günther Geiling aus Breitbrunn um die Ausgestaltung und Programmabfolge. Dass seine akribische Arbeit Anklang findet, zeigt sich darin, dass dieses Angebot immer wieder auf Resonanz stößt, auch diesmal waren 28 Mitreisende dabei, als es auf die Azoren ging.
Überwältigt von dem Blumenmeer blühender Hortensien und Azaleen in fast unberührter Natur boten sich den Franken Königsblicke auf schillernde Kraterseen und Bauten aus der Kolonialzeit in Ponta Delgada. Farnwälder, Sicheltannenhaine und Serpentinenstraßen ließen die Fotografen nicht zur Ruhe kommen. Eine Wanderung auf dem Krater war atemberaubend. Die alte Fischerstadt Bretanha faszinierte ebenso wie eine Ananasplantage. Kraterromatik und Schwefeldampf sowie heiße Quellen zeigten den vulkanischen Ursprung der Insel. Aus dem schwefel- und eisenhaltigen Becken des "Terra Nostra Garden" stieg man mit gelbem Badeanzug und Handtuch.
Den Franken schmeckte auch der "Cozido", ein Eintopf, der in warmen Erdlöchern mehr als fünf Stunden gegart und dann mit großem Zeremoniell auf den Tisch gebracht wird. Und hier gibt es auch noch 22 Wassersorten mit unterschiedlichsten Geschmacks- und Heilrichtungen. Günther Geiling plant im Übrigen schon die nächste Kurzreise vom 30. August bis 3. September an die Mecklenburgische Seenplatte, den Müritzsee und in die Städte Rostock, Warnemünde, Bad Doberan sowie nach Schwerin und Wismar. gg