Mit einer kurzen Besinnung durch Pfarrer Andreas Sauer begann die diesjährige Mitgliederversammlung des Diakonievereins Lonnerstadt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand aus Anlass des Reformationsjubiläums ein Referat zum Thema "Die neue Lutherbibel 2017". Referent Thomas Paulwitz, Journalist, Mitbegründer und Chefredakteur der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt", informierte sehr anschaulich über das Maß der Veränderungen gegenüber der letzten Fassung von 1984.
Zunächst zeigte er auf, dass alle biblischen Texte einschließlich der Apokryphen von einem Team von 70 Wissenschaftlern anhand der hebräischen bzw. griechischen Urtexte umfassend und gründlich überprüft wurden. Grundlegende Kriterien der Revision waren Genauigkeit und Verständlichkeit. Wie der Referent betonte, erfolgte mit der Rücknahme von missverständlichen bzw. unverständlichen Begriffen auch eine Rückbesinnung auf die authentische und kernige Sprache des Reformators.


Die Sprache geprägt

So mancher Zuhörer zeigte sich überrascht, wie viele der heute im Alltagsgebrauch gängigen Synonyme, Redewendungen und Wortfindungen auf Luther zurückzuführen sind. Martin Luther hat unsere Sprache geprägt, resümierte Paulwitz.
Im Jahresbericht des Vorstandes wurden die Mitglieder über Neuerungen bei der Zentralen Diakoniestation Neustadt/Aisch informiert. Nachdem die Räumlichkeiten in Limbach - bisher zuständige Sozialstation für das Gebiet der Kirchengemeinden Lonnerstadt, Mühlhausen und Pommersfelden - unter anderem auch aufgrund gesetzlicher Änderungen nicht mehr ausreichten, fand man nach längerem Suchen in Höchstadt in zentraler Lage am Marktplatz ein neues Domizil. Damit ist der Pflegedienst der Diakonie seit 1. März dieses Jahres erstmals auch in Höchstadt mit einer eigenen Sozialstation vertreten.
Im Weiteren berichtete der Vorsitzende Karl Kaiser, dass der Diakonieverein als sporadische Ergänzung zum konfessionsübergreifenden offenen Trauer-Café in Höchstadt im vergangenen Jahr wieder einen Nachmittag für Trauernde abgehalten hat. Erfolgreich war man wieder am Adventsmarkt vertreten. Der Diakonieverein konnte mit seinen Heißgetränken die Kirchengemeinde wirkungsvoll unterstützen.
Den Mitgliedern des Besuchsdienstkreises galt sein Dank für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Besonders hob er dabei Ingeborg Schade für ihr zehnjähriges Wirken in diesem Kreis hervor und überreichte ihr als Anerkennung zum Jubiläum eine Urkunde. Dank ihres hohen Einfühlungsvermögens leiste sie gerade bei alten und gebrechlichen Leuten viel menschliche Zuwendung. Das bedeute einen hohen Zeitaufwand und koste viel Kraft. Umso mehr gebühre ihr Respekt und Anerkennung für die ehrenamtlich geleistete Arbeit.
Kassiererin Helga Teufel zeigte sich mit der finanziellen Entwicklung des Vereins sehr zufrieden. Der Verein stehe auf gesunden Füßen. red