"Frauen bei der Eisenbahn in Deutschland - von den Anfängen bis zur Gegenwart" - um dieses interessante Thema dreht sich die Sonderausstellung im Lokschuppen des Deutschen Dampflokomotiv-Museums, die bis zum 5. November im gläsernen Zwischenbau zu sehen ist, aufgrund einer Initiative des Ehepaares Jürgen und Ines Goller zustande kam und aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert wurde.
Landrat Klaus Peter Söllner würdigte vor allem die Initiative des Ehepaares Goller: "Nur durch Ihre Idee und Vermittlung wurde die Sonderausstellung in dieser Form überhaupt erst ermöglicht. Ehrenamtliche Arbeit ist für Museen heutzutage ein besonders wichtiger und unverzichtbarerer Bestandteil!" Der Besucher kann eine sehr interessante Zeitreise durch diesen bisweilen sehr vernachlässigten Teil der deutschen Eisenbahngeschichte unternehmen.


Bilder, Texte, Dokumente

Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit dem komplexen Thema der Frauen in der Arbeitswelt. Ein Thema, welches auf den ersten Blick an und für sich nichts mit der Museumsthematik "Geschichte und Technik der Dampflokomotive" zu tun hat. Doch das täuscht, wie Landrat Klaus Peter Söllner anmerkte, denn sie will beispielhaft unter anderem anhand von Bildern, Texten und Dokumenten, am Beispiel des Verkehrsmittels Eisenbahn, den langen und beschwerlichen Weg der Frauen zur beruflichen Gleichberechtigung aufzeigen. Jürgen und Ines Goller machen in der Ausstellung deutlich, dass mit wohl keinem anderen Transportmittel so eindrucksvoll der schwierige, lange und von Rückschlägen gezeichnete Weg der Frauen zur beruflichen Gleichberechtigung, vom Beginn der Industrialisierung bis in die heutige Zeit gezeigt werden kann. In ihren Grußworten wiesen Bürgermeister Siegfried Decker und Jolanta Skalska vom Verein "Allianz pro Schiene" auf die Bedeutung der Ausstellung hin.