Der VCD mahnt zur Besonnenheit und meint, der Ärger bei der Einführung des neuen ÖPNV-Angebotes im Landkreis wäre nicht so groß ausgefallen, wenn die Leute Ruhe bewahren würden. "Wir stimmen Landrat Busch zu, wenn er die Kreisräte um mehr Gelassenheit im Umgang mit den Beschwerden zum neuen Buskonzept bittet", kommentiert Gerd Weibelzahl von der Kreisgruppe Coburg die Beschwerden zur Neugestaltung des ÖPNV. Weibelzahl unterstützt den Landkreis Coburg auf dem Weg zum "neuen ÖPNV": "In anderen Landkreisen werden die Fahrpläne von Jahr zu Jahr weitgehend unverändert abgeschrieben. Dann gibt es natürlich kaum Beschwerden, allerdings erschließt man sich auch keine neuen Potenziale für den Landbusverkehr. Der Landkreis hat hingegen einen mutigen Weg beschritten und die Fahrpläne von heute auf morgen auf allen Linien komplett neu gestaltet. Da liegt in der Natur der Sache, dass nicht alles sofort optimal funktioniert. Dies umso mehr, wenn es durch Straßenbaumaßnahmen wie im Raum Weitramsdorf zu nicht eingeplanten Verzögerungen kommt", schreibt Weibelzahl in einer Pressemitteilung.


Alle Orte an allen Tagen erreichbar

Der VCD wünscht sich, dass die Verbesserungen, welche das neue Konzept mit sich bringt, besser kommuniziert werden. Seit Anfang September sind weitgehend alle Orte im Landkreis an den ÖPNV entweder über Linienbusse oder über Rufbusse an allen Tagen erreichbar, und es gibt deutlich bessere Fahrpläne abends und am Wochenende. So kommt man nun mit dem Bus zum Beispiel ab Großgarnstadt, Stöppach oder Welsberg auch am Wochenende nach Coburg, und es gibt die Gelegenheit, abends nach dem Kino oder Theater noch zwischen 22 und 23 Uhr nach Lahm, Seßlach oder Weidhausen zu fahren.
"Wenn zum Beispiel die nicht mehr so mobilen Bürger aus Bad Rodach wüssten, dass sie in Coburg-Neuses bequem vom Agilis-Zug zum Stadtbus umsteigen könnten, dann würden weniger Menschen einen parallel zum Zug verkehrenden Rufbus fordern", nennt Weibelzahl ein Beispiel, wie man mit intensiverer Kommunikation Beschwerden entgegenwirken könne. Daher sollte man mehr Geld für die Bekanntgabe des jetzt eigentlich guten ÖPNV-Angebotes bereitstellen, fordert Weibelzahl. red