Das Umweltbildungszentrum (Ubiz) in Oberschleichach geht der Frage nach, warum der Specht klopft? Ein weiteres Thema behandelt die Gefahr von Elektrosmog. Für alle Veranstaltungen benötigt das Ubiz Anmeldungen unter Telefon 09529/92220.

1. Warum klopft der Specht? Ob Paarung, Hausbau oder Futtersuche: Der Schnabel ist für den Specht das wichtigste Werkzeug. Im Frühling sucht er sich einen Ast, der besonders gut klingt, trommelt in einem bestimmten Rhythmus darauf und tut damit kund, dass er bereits eine Bruthöhle hat und nun auf Partnersuche ist. Wenn der Specht dann später die Höhle wieder verlässt und sich eine neue sucht, stehen circa 50 Nachmieter bereit. Damit sind Spechte wichtige Garanten der Artenvielfalt. Günther Oltsch führt am Sonntag, 5. März, von 14 bis 16 Uhr durch den Lebensraum des Spechtes. Treffpunkt ist der Parkplatz Wotansborn zwischen Fabrikschleichach und Hundelshausen.

2. Mit der Übernahme der politischen Führung der Volksrepublik China durch Xi Jinping im Jahr 2012 war die Hoffnung verbunden, dass Chinas Wirtschaftspolitik eine neue Richtung einschlagen und schwelende Probleme lösen würde. Seither liefert die chinesische Wirtschaft ein sehr durchwachsenes Bild. Damit stellt sich die Frage, ob die Führungsriege um Xi Jinping die richtigen Rezepte hat. Am Dienstag, 7. März, wird von 19 bis 20.30 Uhr die Reihe "Hörsaal on Tour" mit dem Universitätsbund Würzburg im Ubiz fortgesetzt. Professorin Doris Fischer will die Wirtschaftspolitik der aktuellen chinesischen Regierung vor dem Hintergrund der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas, der jüngeren Krisen und der damit verbundenen internen Debatten verständlich machen.

3. Bei einem Neubau oder einer Sanierung wird auf eine gute Abschirmung gegen Hitze und Kälte in Form von Wärmedämmung geachtet. Aber was macht man gegen Handymasten, Hochspannungsleitungen oder natürliche Strahlungen? Werden hier hilfreiche Maßnahmen nicht gleich bei der Planung mit bedacht, sind sie später nur mit hohem Mehraufwand umzusetzen. Egal, ob man ein Holzhaus oder ein Steinhaus baut, elektrische Felder und natürliche Strahlung beherrschen das Leben. Roland Richter gibt am Mittwoch, 8. März, von 19 bis 20.30 Uhr im Ubiz hilfreiche Tipps für die eigene Planung oder Sanierung.

4. Franz Schreier präsentiert am Freitag, 10. März, von 15 bis 17.30 Uhr eine hochspannende und innovative Lösung, für die sich abzeichnenden Probleme bei der Erzeugung von Lebensmitteln. Ohne riesige Mengen fossiler Energie in Form von Düngemitteln, Treibstoff und Strom ist die Nahrungsmittelproduktion auf heutigem Niveau nicht möglich. Was aber, wenn fossile Energien knapp werden? Diese Frage war die Ausgangsüberlegung, zu deren Lösung der Referent unter Einsatz bewährter und innovativer Komponenten ein integriertes energie-, pflanzen- und fischerzeugendes Sonnenlicht-Gewächshaus entwickelt hat: "Tomatenfisch". Es handelt sich um einen Ansatz zur Sicherung der Welternährung: mit Fischen und Nutzpflanzen. Ein solches System, das Fischzucht als Aquakultur mit erdfreier Pflanzenzucht kombiniert, wird Aquaponik genannt. Mehrere Universitäten forschen zu diesem System, wie das Ubiz informiert.
Weiter teilt das Ubiz mit, dass die Veranstaltung "Klimaschutz zuhause" mit Doris Schneider, die für den 9. März vorgesehen war, auf Dienstag, 14. März, verschoben worden ist. red