Time To Say Goodbye: "Jedes Mal, wenn ich das Lied höre, läuft es mir kalt den Rücken runter", bekannte Oberschützenmeister Fritz Turnwald zur Verabschiedung der Schützenkönige. Seit Jahren spielt sich der Herrscherwechsel bei den Michelauer Schützen nach einem festgelegten Ritual ab.
Zu den Klängen des Bocellisongs marschierten der noch amtierende Schützenkönig Hans-Jürgen Schug, die Damenkönigin Brunhilde Reichelt und die Jugendkönigin Lea Wolke zum Festplatz, wo sie mit stehenden Ovationen von den Schützen empfangen wurden. Schießleiter Konrad Laux half beim Ablegen der Königsketten, während an den Tischen bereits darüber spekuliert wurde, wer wohl der neue Schützenkönig wird.
Stück für Stück lüftete der Oberschützenmeister das gut gehütete Geheimnis. Neuer Jugendkönig wurde Christian Gräf. Die Jugendkönigin des Vorjahres Lea Wolke stellt den 1. Ritter. Bei den Schützendamen mussten sich zwei gesperrte Damen mit dem Titel des 1. und 2. Ritters zufriedengeben. Jennifer Laux wurde mit einem herausragenden 10,6-Teiler erster Ritter, Cornelia Gagel schloss mit einem 129,3-Teiler ihr Schießen ab. Hochdekoriert ist die neue Königin Renate Turnwald. Sie war schon 2003 und 2010 Damenkönigin, 2001 und 2002 Kaiserin, dreimal Jagdkönigin und fünf Mal Ritter. Ihr reichte ein 186,6 -Teiler zum Erfolg.


Seit 1993 Mitglied in Michelau

Eine echte Überraschung gab es bei den Herren. Der Schützenkönig Nobert Friedrich kommt nämlich aus der Landeshauptstadt München. Seit 1993 ist er Mitglied in der Michelauer Gesellschaft. Die Verbindung zu den Michelauer Schützen resultiert aus der Studienbekanntschaft zu Christine Grund. Beide haben sich in München während ihres Studiums kennengelernt. Zudem stammt die Lebensgefährtin des Schützenkönigs aus Schney.
Unter allen teilnehmenden Schützen erzielte Norbert Friedrich auch das beste Ergebnis. Mit einem 127,6-Teiler führt er die Konkurrenz an vor seinem ersten Ritter Walter Füglein (177,5) und dem 2. Ritter Fritz Turnwald (192,2).
Bürgermeister Helmut Fischer nutzte die Königsproklamation, um der gesamten Schützenfamilie seine Anerkennung auszusprechen. Es sei bewundernswert, was die vergleichsweise kleine Schützenfamilie mit der Ausrichtung des Schützenfestes alles leiste. Hinzu kämen noch die vielen Aufwendungen für das Schießsportzentrum. Worte des Dankes richtete er an den Oberschützenmeister Fritz Turnwald, die dieser an Hans-Jürgen Schug weiterleitete, der für das Michelauer Schützenfest Planung und Durchführung übernommen hatte. kag