Der gebürtige Lichtenfelser Andreas Dreitz, der in den vergangenen Jahren zahlreiche angesehene Wettkämpfe über die Halbdistanz im Triathlon gewinnen konnte und sich zum Beispiel mit der Ironman-70.3-Europameistertiel in Wiesbaden einen Namen machte, schließt sich für die diesjährige Saison dem 2. Bundesliga-Team des SSV Forchheim an.


Titelverteidigung knapp verpasst

Dreitz startet seit 2012 mit Profilizenz und ist seit dem Jahr 2014 im Profikader des Teams Erdinger Alkoholfrei. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Sieg bei der oben genannten Europameisterschaft, der dreimalige Sieg beim weltweit größten Ironman 70.3 in Mallorca (2014, 2015, 2016), zahlreiche weitere Siege sowie ein zweiter Platz bei der damals hochdotierten Challenge Bahrain. Heuer schrammte Dreitz auf Mallorca knapp an der Titelverteidigung vorbei und wurde Zweiter. Bekannt für seine Radstärke, hält der gebürtige Lichtenfelser zudem mit 46 Kilometern pro Stunde die Bestzeit über 90 Kilometer Radfahren im Triathlon.


Der Fokus liegt auf Chattanooga

Das Saisonhighlight des 28-jährigen Profis, der bei 1,84 Metern Körpergröße 77 Kilo auf die Waage bringt, ist die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Chattanooga, Tennessee im kommenden September. Bis dahin wird man ihn aber auch bei einigen Triathlonwettkämpfen über die halbe Distanz in ganz Europa sehen. In seinem vollgepackten Terminkalender bieten sich dieses Jahr dennoch zwei Termine, an denen er dem Forchheimer Team in der 2. Bundesliga Süd zu vorderen Platzierungen verhelfen will.

Der SSV Forchheim freut sich über Ihre Entscheidung, ihn bei einigen Ligawettkämpfen zu unterstützen. Sie hatten bereits vor einigen Jahren mit Ihrem Heimatverein ASC Kronach Starts in der 2. Bundesliga. Danach haben Sie sich auf die Mittelstrecke spezialisiert und sind Profi geworden. Was war nun ausschlaggebend dafür, dass Sie wieder den einen oder anderen Ligastart mitnehmen möchten?
Andreas Dreitz: Ich denke sehr gerne an die Zeit beim ASC Kronach zurück. Damals waren wir ein echtes Team und hatten immer viel Spaß bei den Wettkämpfen. Besonders der Vergleich mit dem befreundeten Team des SSV Forchheim hatte hohe Priorität. Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter, auf ein sehr enges, schnelles Rennen und dass hierbei mehr das Mannschaftsergebnis zählt als nur die Einzelleistung.

Welche Ligawettkämpfe haben Sie denn konkret ins Auge gefasst?
Der Terminkalender ist wie jedes Jahr voll, aber ich werde am morgigen Sonntag in Trebgast mitmischen und eventuell im Juni am Rothsee und im September beim Ligafinale in Baunatal versuchen, das Team zu verstärken.

Sie befinden sich bereits mitten in der Saison und haben mit dem Ironman 70.3 auf Mallorca bereits ein erstes Saisonhighlight hinter sich. Bei welchen Wettkämpfen wird man Sie dieses Jahr noch an der Startlinie antreffen, und welches Ziel möchten Sie heuer unbedingt erreichen?
Jetzt kommt ein richtiger Wettkampfblock: 2. Bundesliga in Trebgast, die Challenge "The Championship" in Samorin, die Challenge ETU European Championship Herning, die Ironman 70.3 European Championship in Elsinore, die Challenge in Prag, der Ironman 70.3 in Zell am See. Dazu noch mein Highlight, die Ironman-70.- WM in Chattanooga und zum Abschluss mein Ironman-Debüt auf Hawaii.

Das Gespräch führte
Michael Stirnweiß