Hamburg/Coburg — Der Paddel- und Segelclub Coburg startete sehr erfolgreich am ersten Bundesliga-Spieltag des Jahres beim Alster-Canoe-Club in Hamburg.
Den Damen des PSC lag als amtierenden deutschen Meisterinnen viel daran, von Beginn an möglichst viele Kontrahentinnen hinter sich zu lassen. Leonie Wagner, Julia Fischer, Annika Adler, Emily Bildat, Hannah Triebel, Pia Schwarz und Jule Schwarz hofften durch ein besonders gutes Torverhältnis und ein starkes Abwehrspiel ernsthafter Konkurrenz die Stirn bieten zu können.
In den ersten Spielen gegen den KSV Glauchau (7:1) und den VK Berlin (8:1) verlief alles nach Plan. Dann machte die SKG Hanau den Fränkinnen schließlich einen Strich durch die Rechnung und besiegte die Meisterinnen mit 3:2. Ein weiterer Sieg (5:3) der Coburgerinnen gegen die KG List/Hannover brachte wieder wertvolle Punkte.
Am 2. Wettkampftag traf das junge Team auf die extrem starken Spielerinnen vom KCNW Berlin und musste sich mit einem heftigen 1:6-Niederlage geschlagen geben. Den einzigen Treffer für den PSC markierte Jule Schwarz, die mit Abstand jüngste im Team (15 Jahre).
In den letzten beiden Spielen ergatterte Coburg weitere 6 Punkte durch Siege gegen den SKC Philippsburg (5:2) und den Göttinger PC (10:2). Somit stehen die Damen des PSC Coburg nach dem ersten Spieltag mit 15 Punkten und einem Torverhältnis von 38:18 auf Rang 3 in der Damen-Bundesliga.
Die Coburger Herren zählen als Aufsteiger aus dem letzten Jahr als Neulinge in der Bundesliga. Und nach dem ersten Spiel gegen den Vize-Meister 2014, den ACC Hamburg, passte diese Rolle nur zu gut (3:7). Das junge Team musste sich zu häufig neu ordnen und fand nicht wirklich ins Spiel gegen die Routiniers aus dem Norden.
Im zweiten Spiel gegen die Herren des KCNW Berlin zeigten die Coburger, dass sie nicht unterschätzt werden sollten und fuhren mit einem Unentschieden (4:4) ihren ersten Punkt ein. Auch gegen den RSV Hannover konnten sie gutes Team-Play und ordentliche Spielzüge beweisen. Am Ende reichte es mit einem (2:4) zwar nicht für einen weiteren Punkt, Trainer Schmalenbach war mit dem Ergebnis jedoch durchaus zufrieden. Im Spiel gegen den Göttinger PC machten die Spieler des PSC dem Trainer dann mit einem ordentlichen 6:2-Sieg und den ersten drei Punkten Lust auf mehr.
Danach trafen Sönning, Giebe, Fiur, Densch, Berner, Schwarz, Dressel und Jungmann schließlich auf alte Bekannte aus der 2. Leistungsklasse. Die Herren vom KSV Glauchau waren im vergangenen Jahr mit den Coburgern in die 1. Bundesliga aufgestiegen und teilten sich den Außenseiterposten mit den Franken. Die ließen sich jedoch nicht von der ehemaligen Konkurrenz beeindrucken und zeigten mit einem gnadenlosen 7:1-Sieg wer Bundesligaqualitäten hat und wer nicht. Somit steht der PSC Coburg auf Rang 6 von 12 in der 1. Kanupolo-Bundesliga der Herren. ht

In Süddeutschland vorn

Im Rahmen des 26. Philippsburger Kanupolo-Turniers fanden auch die süddeutschen Meisterschaften statt. Während eine Delegation der Coburger Herren in Göttingen auf dem Niedersachsen-Pokal spielte, räumte der Rest in Süddeutschland ab. Ohne große Hindernisse schoss sich das Team der Herren Leistungsklasse mit Faber, Triebel, Hilmer, Schlosser, Fischer-Dederra und Dressel ins Finale. Ausgerechnet Lampertheim, ein junges, jedoch recht unsortiertes Team konnte den Siegeszug der Routiniers stoppen (3:7).
Die Schülermannschaft des Paddel- und Segelclubs mit Nele Schmalenbach, Tim Finsterer, Sebastian Knöpfel, Jakob Hilmer und Phillip wurde nach einem Final-Krimi (3:4) hinter dem MKSF Mülheim Zweiter.
Mit einem Vize-Titel konnte die Jugendmannschaft aus der Vestestadt recht wenig anfangen. Tim D., Kilian H., Jule S., Annika K., Ronja S. und Lukas P. steigerten sich deshalb. Der PSC Coburg gewann in einem Nerven zerreißenden Match gegen den DRC Neuburg mit 2:1 und wurde süddeutscher Meister.
In Göttingen schließlich behaupteten sich die Männer, Sönning, Berner, Densch, Giebe, Fiur und Jungmann. Die Coburger Frauen schafften Rang drei. mj