Zum Thema Michael Stoschek:

Eine Frage an die Coburger Residenzler und ehemaligen Herzogstümler sei mir erlaubt: Warum wird immer nur Nachteiliges über Menschen groß ausgeschlachtet und selten etwas Gutes gesagt und geschrieben? Wir sind alle Menschen und keine Maschinen und deshalb auch nicht fehlerlos. So sicherlich auch Herr Stoschek. Jedoch hat ihm Coburg viel zu verdanken, zum Beispiel einen busfreien Marktplatz, Instandhaltung und Betrieb des ältesten Gasthauses der Stadt, mehrere hervorragend renovierte Jugendstilhäuser in der Ketschendorfer Straße samt Nikolaikapelle, sofort bereitgestellte Gelder in hohem Bereich nach der Brandkatastrophe, großzügige Förderung kultureller Einrichtungen und, und, und ... noch viel weiter könnte ich die Liste ausdehnen.
Herr Stoschek hat die Firma Brose in sehr jungen Jahren von seinem Großvater übernommen und sie zu einer Weltfirma aufgebaut. Viele Arbeitsplätze wurden dadurch in der hiesigen Region geschaffen. Allein der "Hickhack" um die Straßen-Namensgebung war unwürdig und hat dem Image Coburgs weit über die Stadtgrenzen hinaus mehr geschadet als genutzt.
Bamberg hat anders gehandelt. Großartig, denn jetzt werden dort neue Arbeitsplätze geschaffen, die Bamberger Symphoniker unterstützt und die Brose Baskets durch großzügiges Sponsoring zum Ruhm geführt. Ist das nachteilig?
Hier in Coburg wird ständig mit Kanonen auf Spatzen geschossen, siehe letzter Kennzeichen-Prozess. Warum eigentlich?
Herr Stoschek mag ein Mensch mit Ecken und Kanten sein und sicherlich wie wir alle nicht fehlerfrei, aber er ist auch ein Mensch mit einem sehr guten Kern und er zeigt großes soziales Engagement. Für die Weisheit des Alters ist er noch ein wenig zu jung.
Bis zum heutigen Tag hat er Coburg und den Mitbürgern keinen Schaden zugefügt, sondern nur Nutzen erbracht. Ich bewundere ihn als Unternehmer und als Mensch.

Margot Hofmann
Coburg