Es ist offiziell verboten. Trotzdem reist Stephan Orth als Couchsurfer kreuz und quer durch den Iran, schläft auf Dutzenden von Perserteppichen, erlebt irrwitzige Abenteuer - und lernt dabei ein Land kennen, das so gar nicht zum Bild des Schurkenstaates passt. Denn die Iraner sind nicht nur Weltmeister in Sachen Gastfreundschaft, sondern auch darin, den Mullahs ein Schnippchen zu schlagen.
Am Montag, 7. März, um 19,.30 Uhr ist Stephan Orth Gast beim Kulturamt Haßfurt, liest aus seinem Buch "Couchsurfing im Iran" und berichtet aus seinen Erfahrungen.


Abstruse Erlebnisse

Eine Bikiniparty in der Pilgerstadt Mashhad, eine Übernachtung neben dem Atomkraftwerk Bushehr, ein Sadomaso-Geheimtreffen in Teheran: Im Iran erlebt Stephan Orth Abenteuer, die gewiss kein Reiseveranstalter jemals in seinen Katalog schreiben würde.
Als Couchsurfer tauscht er Hotel gegen Privatquartier und lernt das Land so von seiner ganz privaten Seite kennen. Denn hinter verschlossenen Türen fällt der Schleier und mit ihm die Angst vor den Sittenwächtern. Ob beim Rotwein-Besäufnis mit einem persischen Prinzen oder bei einem Wohnzimmer-Date mit versammelter Großfamilie, im stinkenden Schmugglerbus oder im rasenden Kleinwagen: Jede neue Begegnung fügt sich als Puzzleteil ein in das Gesamtbild eines Landes, dessen Realität komplett anders ist, als es die Klischees vermuten lassen. Und schließlich werden noch zwei der letzten Geheimnisse aufgedeckt: wie die Einheimischen es anstellen, in einer Apotheke Wodka zu kaufen - und warum sie die unsägliche Popgruppe Modern Talking so lieben. Ein mitreißend erzähltes Buch über die kleinen Freiheiten und großen Sehnsüchte der Menschen im Iran.


Der Autor

Stephan Orth, Jahrgang 1979, arbeitet als Redakteur im Reiseressort bei Spiegel Online. Seit 2003 ist er bereits als Couchsurfer unterwegs, hatte Besucher aus aller Welt und traf Gastgeber in mehr als 30 Ländern.
Orth ist Autor des Nr.1-Bestsellers "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt". Bei Malik erschien zuletzt sein Buch "Opas Eisberg", in dem er sich auf die Spuren seines Großvaters und einer der bedeutendsten Arktis-expeditionen des 20. Jahrhunderts macht. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach ausgezeichnet. Karten für diese Veranstaltung sind in der Poststelle Holch in Zeil und beim Kulturamt Haßfurt, Telefon 09521/9585745, erhältlich. red