Hofheim — Der Historische Verein Landkreis Haßberge feierte in Hofheim sein zehnjähriges Bestehen. Damit verbunden war im Pfarrheim die zehnte Mitgliederversammlung, wie der Verein mitteilte.
In seinem zehnjährigen Bestehen hat der Historische Verein bereits 14 Bücher und elf Hefte herausgegeben und bei der Erstellung zahlreicher Ortsbücher Hilfestellung geleistet. Das in den Heften der Volkshochschule und auf den Internetseiten des Vereins veröffentlichte Jahresprogramm, die von Burkard Hauck organisierten Sommerreisen zu Zielen der Baukunst und zu Kunstdenkmälern in der Umgebung, der vierteljährliche Stammtisch, die Zusammenarbeit mit den Schulen und nicht zuletzt archäologische Projekte mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege verdeutlichen, dass der Historische Verein inzwischen zu einem kompetenten Ansprechpartner für Geschichte und Kultur im Kreis geworden ist.
Seit 2008 arbeitet der Historische Verein mit Unterstützung des Bezirks Unterfranken am Projekt Flurnamen. Hier sammelt der Verein alle bekannten Flurnamen des Landkreises, um mit deren Hilfe Rückschlüsse auf die Besiedelungsgeschichte zu gewinnen. Beim jährlichen Flurnamenseminar werden die Ergebnisse im Schüttbau in Rügheim vorgestellt.
Im Jahr 2014 hat der Historische Verein eine Bodendenkmalpartnerschaft mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Forstbetrieb Ebrach zum Schutz des Großen und Kleinen Knetzberges vor Raubgrabungen übernommen.
Ein zweites Projekt des Historischen Vereins war die Inventarisierung von Teilen des archäologischen Depots in Westheim, dessen Bestand zum Teil auf Paul Hinz und Ernst Lauerbach zurückgeht. Die Aktion unterstützten Monika Müller-Decoster, Günther Reiß, Roland Spiegel, Willi Lediger, Edwin Gehring, Elisabeth Ambros, Petra Hahn-Stöhr, Klaus Kunkel und der Kreisheimatpfleger Christian Blenk. Weitere aktive Vereinsmitglieder sind Mark Werner und Elmar Rippstein, die mehrere Veranstaltungen anlässlich der 875-Jahr-Feier in Sand organisiert haben. Als Aktiver der Fachgruppe Archäologe des Vereins hat Mark Werner wichtige Funde ermöglicht und mit Hilfe des Sprachwissenschaftlers Joachim Andraschke interessante Erkenntnisse über die Besiedelungsgeschichte des südlichen Landkreises Haßberge gewonnen.
Dank vieler Nachlässe und Spenden verfügt der Historische Verein inzwischen über historisch wertvolles Material (Nachschlagewerke, Periodika, Chroniken). Die Bibliothek des Historischen Vereins befindet sich im Vereinsbüro in der Kolpingstraße 20 in Haßfurt und ist für die Mitglieder donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. red