von unserem Mitarbeiter Stefan Geiger

Oerlenbach — Räume der Gemeinde können mit Ausnahme des Rathauskellers in Ebenhausen auch künftig nicht privat angemietet werden. Dieses Thema war in den Bürgerversammlungen in Ebenhausen und Eltingshausen aufgetaucht. Mit 11:7 Stimmen lehnte der Gemeinderat die Anträge ab.
"Mit viel Mühe und Geld haben wir Einrichtungen wie die Kulturscheune in Eltingshausen geschaffen. Eine Auslastung durch private Nutzung ist zu überlegen, wobei exakte Regularien zu schaffen sind", stellte sich Gemeinderat Andreas Kukuk auf die Seite der Antragsteller. "Mit der Freigabe tun wir etwas für unsere Bewohner. Eine ein- oder zweijährige Testphase könnten wir versuchen", fügte Karin Haut an.
"Die Bereitstellung von Räumen für private Feiern gehört nicht zu den gemeindlichen Aufgaben. Vereine und Institutionen können die Einrichtungen nutzen. Wir als Gemeinde wollen unsere örtliche Gastronomie stützen und keine Konkurrenz aufbauen", verdeutlichte Bürgermeister Franz Kuhn. Allein schon die Vermietung des Rathauskellers in Ebenhausen verursache immer wieder Ärger mit Lärmbelästigungen.

Die bisherige Regelung bleibt

Andreas Kukuk wünschte zum jetzigen Zeitpunkt keine Abstimmung, sondern die Erarbeitung eines Konzepts für Privatnutzung. Der Bürgermeister beharrte auf einer Entscheidung und die Mehrheit hielt an der bisherigen Regelung fest, gemeindliche Räume nicht privat freizugeben.
Auch alle weiteren Beiträge aus den vier Bürgerversammlungen wurden behandelt. Der Wunsch, nach der Tieferlegung der Bahnunterführung in Oerlenbach die Ortsdurchfahrt auf 7,5 t zu begrenzen, wird an die Straßenbehörde weitergegeben. In die nächste Verkehrsschau werden das Parken auf dem Rathausumfeld und weitere Park- und Vorfahrtsregelungen aufgenommen. Der Bauhof wird den Zustand der Brückenstraße in Ebenhausen, zwei kleinere Treppen im Friedhof in Rottershausen sowie die Einplankung des Sees an der Schwarzen Pfütze und des Kinderspielplatzes in Ebenhausen überprüfen. In Ebenhausen wird in Kürze die Treppe vom Rathaus zur Schule erneuert. Oft funktioniert die Lautsprecheranlage im Friedhof in Ebenhausen nicht. "Ab 2016 gilt eine neue Frequenz. Dann brauchen wir eine neue Lösung", gab Benedikt Keßler weiter. "Da in den anderen drei Ortsteilen jeweils die Kirchen ihre mobilen Anlagen einsetzen, kann dies auch in Ebenhausen angestrebt werden", regte der Bürgermeister an und verwies auf eine Ehrenamtsversicherung für Fahrer, die Asylbewerber zu Arzt, Behörden oder Einkauf befördern.