Adolfine Berger aus Friesenhausen hat Jahrzehnte ihres Lebens ehrenamtlich ihren Mitmenschen gewidmet. Dafür überreichte ihr der Landrat Wilhelm Schneider (CSU) das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten, wie das Landratsamt gestern mitteilte. Das ist die höchste Auszeichnung, die in Bayern ehrenamtlich Tätigen verliehen werden kann. "Es ist schön, Menschen wie Sie in unserem Landkreis zu wissen. Sie sind ein wertvoller Schatz und Vorbild für uns alle", dankte der Kreischef der 82-Jährigen für ihr unermüdliches Engagement zum Wohle der Allgemeinheit.
Seit 54 Jahren ist Adolfine Berger aktives Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Friesenhausen. Mit Herzblut setzt sich die ehemalige Pächterin der Dorfwirtschaft für die Belange des Vereins ein und arbeitet tatkräftig an der Dorfverschönerung von Friesenhausen mit. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Frauenclub "Sonnen-schein", der bei allem, was im Dorf passiert, ein gewichtiges Wort mitredet. In ihrer Tätigkeit als Vorsitzende organisiert sie Ausflüge, den monatlichen Frauenabend und den Seniorenadventsnachmittag.
1962 trat Adolfine Berger dem Obst- und Gartenbauverein bei. 15 Jahre später übernahm sie das Amt der Vorsitzenden, das sie 33 Jahre lang - 1977 bis 2010 - ausübte. Neben der Familie und dem stressigen Berufsalltag forderte diese verantwortungsvolle Position stets neue Kraft und Ausdauer. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit wurde mit ihrer Hilfe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Konzept erstellt, mit welchen Maßnahmen das Dorf Friesenhausen aufge-wertet werden kann. Gepflanzt wurden daraufhin verschiedene Ziersträucher, Hecken und Rosen, die das Ortsbild heute noch beleben und verschönern.
Als "Motor" des Obst- und Gartenbauvereins habe es Adolfine Berger immer verstanden, die Mitglieder des Vereins zu motivieren und für ihre Ideen zu begeistern, so der Landrat in seiner Laudatio. Im Laufe der Jahre initiierte die Vorsitzende eine Reihe von Aktivitäten.
Der Landrat bezeichnete Adolfine Berger als ein echtes Organisationstalent, denn sie habe es immer verstanden, genügend Helfer zu akquirieren, die bei allen Maßnahmen tatkräftig anpackten. Als kleines Dankeschön ließ sie es sich nicht nehmen, die fleißigen Arbeiter selbst zu verpflegen.
Die 82-Jährige schaut auch heute noch darauf, dass im Ort alles schön gepflegt ist. red