Zum Artikel "Strandsaison beginnt erst 2017" vom 13. April:

Eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Die Stadt bekommt ihren Strand erst 2017, denn es fehlen noch circa zehn Sponsoren. Die gute: Den Hauptsponsor hat man bereits.Und so wie einst die Schildbürger in Säcken das Licht in ihr fensterloses Rathaus getragen haben, werden die Forchheimer Stadträte wie dazumal Kohlenklau mit gebeugtem Rücken dem Hohngelächter der Nachbarstädter zum Trotze den Sand in Säcken auf ihre Bastion schaffen. Für einen Königsstrand, einen Lido royale. Ist das nicht phantastisch!
Auch an Fluchtwege hat man gedacht. Welch ein Kuriosum: Hatten die alten Forchheimer sich gerade hinter ihren Mauern sicher gefühlt. Aber da wusste man noch nichts von Massenhysterie, Duisburg oder Christopher-Street-Day u. ä. Also doch ganz vernünftig.
Zwischen Gerichtsgebäude und Kaiserpfalz käme man notfalls raus (meint Wirtschaftsförderer Viktor Naumann). Wenn's da nur nicht zu eng wird!
Sicherer wäre ein Mauerdurchbruch auf 30 bis 50 Metern Breite. Erfahrung haben die Forchheimer ja damit. In den Durchbruch dann eine großzügige Treppe, deren Mitte eventuell ergänzt durch eine Notrutsche (wie bei Flugzeugevakuierungen).
Unten am Fuße dieser "Spanischen Treppe" dann ein Cafe "Greco" (wie in der Via Condotti in Rom), wo türkisch aussehende Italiener (oder auch umgekehrt) außer Espressi und Cappuccini auch "Strandläufer mit Schuss" (statt des bis dahin sicher schon abgefahrenen "Radler" des Hauptsponsors) servieren. Für die Bambini gibt es vielleicht "Regnitzwasser mit Waldmeistergeschmack" und für besondere Ansprüche den (bis 2017 sicher schon unverzichtbar gewordenen) "Kir (...) royal" (gar mit Sandhäubchen?).
Ach, ich freu' mich schon drauf.
Erwin Brug
Ebermannstadt