Durch eine 1:2-Niederlage gegen den FC Geesdorf hat sich die DJK Dampfach endgültig aus dem Rennen um Platz 2 in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost verabschiedet. Der FSV Krum ist nach seinen 1:1 gegen seinen "Hintermann" SV Riedenberg noch nicht ganz gesichert. Meister und Landesliga-Aufsteiger SV Euerbach/Kützberg und der FC Bad Kissingen trennten sich 2:2. Um Platz 2 liefern sich der SV-DJK Oberschwarzach und der TSV Forst am letzten Saisonspieltag ein Fernduell. Auch zwei direkte Abstiegsplätze sowie der "Schleuderplatz" sind noch nicht vergeben.

FSV Krum - SV Riedenberg 1:1 Im Abstiegsduell des FSV Krum gegen den SV Riedenberg ging der SV durch Stefan Wich in Führung (22.), Ramon Räth glich für den FSV aus (33.). Soweit die sportlichen Höhepunkte eines Spiels, das laut FSV-Trainer Tobias Burger "keinen Sieger verdient hat". Und eigentlich hätten die Spieler, so Burger weiter, nach Spielschluss herumgehen und den Zuschauern den Eintritt wieder zurückzahlen müssen. "Das Niveau war unterirdisch, und zwar von beiden Mannschaften", fasst der Coach die Partie zusammen.
Die hatte eigentlich recht vielversprechend begonnen, mit einer Superchance für FSV-Angreifer Nico Mutisse. Auf der Gegenseite bewahrte Stefan Klemm im FSV-Tor seine Elf dreimal mit "sensationellen Paraden" den 0:1-Rückstand. Dann war es doch so weit, nach einem Freistoß trat ein FSV-Spieler über den Ball, und Wich ließ sich diese Einladung zur Führung nicht entgehen.
Auf der Gegenseite blitzte einmal der Krumer Spielwitz auf: Nach einer längeren Ballstafette war Räth freigespielt, und auch er ließ sich nicht lange bitten und hämmerte den Ball per Direktabnahme aus 16 Metern und rechte untere Eck. Das war's auch schon, was die Herren auf dem Rasen an Fußballkunst zum Besten gaben.
Jetzt fängt für Burger und die Krumer das große Rechnen um den Klassenerhalt an. Immerhin kann der FSV im schlimmsten Fall "nur" auf den Relegtionsplatz zurückfallen. Was mit einem Sieg in Gochsheim am Samstag (letzter Spieltag) vermieden werden kann. Da ist de Krumer Trainer recht zuversichtlich: "Die Gochsheimer verlieren momentan andauernd", sagt er vielsagend.
FSV Krum: Klemm - Fösel, Bujtor, Hart (78. Dürrbeck), Ma. Witchen, J. Schmitt, A. Durst (68. Mi. Witchen), Räth (76. Lommel), Mutisse, P. Schmitt, Rippstein / SR: Ewald (Geldersheim) / Zuschauer: 90 / Tore: 0:1 Wich (22.), 1:1 Räth (33.) gch

DJK Dampfach -
FC Geesdorf 1:2
Im Salistadion sahen die Zuschauer in der ersten halben Stunde ein Spiel, in dem beide Abwehrreihen sehr tief standen und beide Mannschaften sehr vorsichtig agierten. Hinzu kam, dass sich beide Offensivabteilungen zu viele Fehlpässe leisteten, so dass Chancen Mangelware waren.
Nach einer halben Stunde bemühten sich dann die Dampfacher mehr, wurden spielerisch besser und kontrollierten die Partie. Es dauerte jedoch noch bis zur 39. Minute, ehe aus der ersten guten Chance das 1:0 fiel. Patrick Winter setzte zu einem Alleingang an, umspielte zwei Gegner, legte quer auf Serkan Yeniay, und der brauchte aus sechs Metern nur noch einzuschieben.
Die Gäste kamen mit mehr Elan aus der Kabine und hatten gleich mit der ersten Aktion die Chance zum Ausgleich. Doch Wagner scheiterte am glänzend reagierenden DJK-Schlussmann Stöcker. Beim nächsten guten Angriff des FC umspielte Stefan Weiglein seinen Gegenspieler und schoss aus halblinker Position unhaltbar und sehr überlegt den Ausgleichstreffer (54.). Nach einer Stunde dann die Riesenchance zur Führung für die Geesdorfer: Leutrim Gjemajli wurde total freigespielt und scheiterte ebenfalls aus zehn Metern an Stöcker. Danach wurde die DJK wieder stärker, und Winter verfehlte mit einer Direktabnahme knapp das Tor.
In der 73. Minute dann die spielentscheidende Szene: DJK-Abwehrspieler Adrian Sahlender foulte seinen Gegner und sah dafür - weil er der letzte Mann war - die Rote Karte. In der Schlussphase sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Die größte Chance für die Heimmannschaft vergab Winter. Nach einem tollen Pass von Stefan Greb jagte er den Ball freistehend aus sechs Meter über den Kasten (76.).
In der Nachspielzeit wurde FC-Stürmer Mohamed Remaithi im Strafraum gefoult, den Elfer verwandelte der ehemalige Haßfurter Hassan Alremeithi sicher zum nicht unverdienten 2:1-Sieg der Gäste.
DJK Dampfach: Stöcker - Sahlender, Geßendorfer, Tudor, Schleicher (87. Beuerlein), Riedlmeier, Yeniay (62. Fazliu), Greb, Winter, Jilke, Hau / SR: Reichert (Ebern) / Zuschauer: 140 / Tore: 1:0 Yeniay (39.), 1:1 Weiglein (54.), 1:2 H. Alremeithi (93., Foulelfmeter) / Rote Karte: Sahlender (73.) / - hd