Kronach — Ein Team von TV Oberfranken (TVO) setzt mit Schülern der Schulspielgruppe an der Siegmund-Loewe-Schule den Wasserspender der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) in Szene.
"Und bitte!", hörte man wiederholte Male den Regisseur durch die Aula rufen. Im selben Augenblick setzten sich kleine Gruppen im Treppenhaus, an der Litfaßsäule oder von den Toiletten aus in Bewegung, während Lukas Birnstiel (8A) und Ramona Haderlein (7B) am Wasserspender standen und genüsslich einen Becher leerten. Die Kamera fuhr auf den am Boden liegenden Schienen entlang, schwenkte leicht und blieb am Wasserspender stehen. Er ist heute der Hauptdarsteller.
Die Fernwasserversorgung Oberfranken hatte TVO mit dem Dreh eines Films über ihre Leistungen und ihr soziales Engagement beauftragt. Letzteres sollte an der Schule "in den Kasten". Doch das verzögerte sich, da der verantwortliche Regisseur mit dem Wasserspender der Siegmund-Loewe-Schule nicht zufrieden war. Fest eingebaut in eine Wand neben einer Reihe von Schließfächern ließ die Apparatur nur Frontalaufnahmen zu. Drehstopp.

Ausbau

Ein Techniker der FWO wurde verständigt und musste bis zum Nachmittag den Wasserspender aus- und in der Mitte der Aula wieder aufbauen. Die für diesen Dreh engagierten Schülerinnen Carina Holzmann (9C), Valeska Bobreck (9D) und Ramona Haderlein (7B) sowie Lukas Birnstiel (8A) lernten die wichtigste Regel im Filmgeschäft: Geduld.
Nach ein paar Telefonaten mit den Eltern war klar, alle stehen auch am Nachmittag für die Dreharbeiten zur Verfügung. Doch schon stellte sich das nächste Problem ein. Der Filmbeitrag sollte die belebte Pausenzeit abbilden! - Glücklicherweise traf sich mittags die Schulspielgruppe, deren Mitglieder dann die Schüler der Realschule in Pausenlaune verkörperten. "Und bitte!", heißt es ein weiteres Mal an diesem Nachmittag, dann steht die Szene. Einzeltakes am Wasserspender folgen und dann endet der Drehtag. Es war spannend, einen Einblick in die Arbeit eines Filmteams zu erhalten, insbesondere weil man den ungeheuren Aufwand gesehen hat, der im Schneideraum in wenige Sekunden Film mündet. red