In ihrer bevorstehenden dritten Saison in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost will sich die DJK Dampfach dort endgültig etablieren. Durch die starken Aufsteiger aus Bad Kissingen, Gochsheim und Strahlungen sowie den Landesligaabsteiger Euerbach/Kützberg ist diese Liga wohl noch stärker geworden. Nach Abschluss der vergangenen Saison belegte die DJK mit 42 Punkten den neunten Tabellenplatz. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Integration der neuen Spieler schnell gelingt und die Mannschaft in der Tabelle noch ein paar Plätze nach oben klettern kann. In der Sommerpause haben zwei Akteure den Verein verlassen, sieben sind hinzugekommen. Zur Lage bei der Mannschaft und den Aussichten in der kommenden Runde nimmt der neue Trainer Enrico Wetz Stellung, der zuletzt Co-Trainer bei der Regionalliga-Mannschaft des FC Schweinfurt 05 war.

Frage: Haben sich Ihre Erwartungen in Dampfach erfüllt und haben Sie die Rahmenbedingungen vorgefunden, die Sie sich vorstellen?
Enrico Wetz: Ich hatte im Vorfeld sehr gute Gespräche mit dem Vorsitzenden Bernd Riedlmeier und dem Abteilungsleiter Werner Griebel und wusste, dass wir die gleichen Vorstellungen über die Entwicklung und Zielsetzung mit dem Team besitzen. Deshalb konnte ich mir über die Rahmenbedingungen vorab ein Bild machen und bin begeistert, hier zu sein.

Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitung?
Es läuft planmäßig, wir arbeiten sehr gut und intensiv. Die Trainingsbeteiligung ist erstklassig. Es macht riesigen Spaß, weil jeder Einzelne sich richtig reinhängt und einen unheimlichen Willen aufbringt.

Wie sind Sie mit den Vorbereitungsspielen zufrieden, konnten Sie schon Schlüsse für die kommende Saison ziehen?
Es war in jedem Spiel eine Steigerung erkennbar, und wir waren in der Lage, die Spielführung - je nach Spielstärke des Gegners - so umzusetzen, wie ich es mir vorstelle. Dennoch muss man in der Vorbereitung die eine oder andere taktische Variante ausprobieren und einige Spieler auf mehreren Positionen testen. Die Ergebnisse sind nicht so wichtig. Natürlich habe ich schon konkrete Vorstellungen, aber noch ist es zu früh, darüber zu reden.

Können Sie mit Ihrem Kader Ihre taktischen Vorstellungen umsetzen?
Ja klar. Sonst müssten wir eine andere Spielidee aufbringen. Aber natürlich braucht man eine gewisse Zeit, um neue Varianten bei Standards und Laufwege bei Balleroberung oder bei Ballverlust einzustudieren. Die Mannschaft versucht, dies bis jetzt mit viel Leidenschaft umzusetzen.

Sie haben in der Sommerpause sieben neue Spieler dazu bekommen. Was bedeutet das für die Qualität und Quantität der Ersten Mannschaft?
Wir haben mit Dominik Ebert und Marcel Gerber wichtige Stützen zu ersetzen, jedoch junge, talentierte Spieler hinzugewonnen. Michael Hau und Julian Beuerlein sind aus der Kreisklasse beziehungsweise A-Klasse gekommen und haben sich in kurzer Zeit bestens integriert. Sie gehören berechtigterweise zum Kader der Ersten Mannschaft. Alex Derra war einer der besten Spieler der Kreisliga und wird uns richtig gut tun. Bunjamin Fazliu hat durch verspätetes Einsteigen in unserer Vorbereitung Trainingsrückstand. Adrian Sahlender kann wegen Studiums nur selten trainieren und wird sich Spielpraxis in der Zweiten Mannschaft holen. Dennoch ist unser Kader für beide Mannschaften breiter geworden. Das eröffnet natürlich mehr Möglichkeiten und einen gesunden Konkurrenzkampf.

Welche Ziele haben Sie sich für die neue Saison gesteckt?
Wir müssen unsere Mannschaft neu aufbauen, und das braucht auch - wie bereits erwähnt - eine gewisse Zeit. Geduld sowie auch Verständnis bei vielen jungen Spielern sind einfach nötig. Wir sind auf dem richtigen Weg und arbeiten in jedem Training hart daran, neue Ideen umzusetzen. Das Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz.

Wer ist Ihr Meisterschaftsfavorit?
Der SV Euerbach/Kützberg.
Die Fragen stellte
Horst Dombrowski