Seit nunmehr sechs Jahren gibt es den Verein "Hajastan-Armenienhilfe", der aus der Höchstadter Armenienhilfe entstanden ist. Jedes Jahr reisen Mitglieder dieses Vereins mehrere Male nach Armenien, um die dortigen Hilfsprojekte zu begleiten und ihre Effizienz zu begutachten. Im Mai war aus diesem Grund der Vorsitzende des Vereins, Georg Walcher, in Vanadzor.
Während seines Aufenthaltes kam der derzeitige deutsche Botschafter in Armenien, Matthias Kiesler, nach Vanadzor, um die Projekte des Vereins kennenzulernen. Zunächst suchte er das Waisenhaus auf. Bisher wurden für diese Einrichtung Kinderkleidung, Möbel, Spielsachen usw. in Armenien gekauft. Diese Projekte konnten mit Hilfe von "Sternstunden" und der Deutschen Botschaft in Eriwan durchgeführt werden. Weiter haben immer wieder etliche Benefizveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Armenienläufe an Schulen und Kindergärten, Vorträge über Armenien die Nöte dieses Landes und die Arbeit des Vereins bekannt gemacht und die vielfältigen Projekte ermöglicht.
Am letzten abgeschlossenen Großprojekt ist gut zu erkennen, mit wie viel Einsatz, aber ebenso mit wie viel Unterstützung auch von Privatpersonen Großes geleistet werden kann: Im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Solaranlage für die Warmwassergewinnung im Waisenhaus fertig gestellt und in Betrieb genommen. Diese Anlage war lange geplant worden. So wurde schon vor einigen Jahren ein Abend in der Kulturfabrik organisiert, bei dem sieben namhafte Zauberer ihr Können zeigten. Sie verzichteten für dieses Projekt auf ihr Honorar. Im letzten Jahr schließlich konnte mit Hilfe der Organisation Renovabis und privater Sponsoren endlich die Solaranlage gebaut werden.
2011 wurde mit Unterstützung durch die "Sternstunden" auf dem Gelände des Waisenhauses die erste Lehrwerkstatt errichtet; dort können die Waisen den Beruf einer Schneiderin erlernen. Die "Sternstunden" ermöglichten 2014 auch den Bau einer Werkstatt, in der Jungen Metallverarbeitung und Schlosserei lernen.
Kiesler besuchte auch das Krankenhaus in Vanadzor. Dort wurde vor vier Jahren - wiederum mit Hilfe der "Sternstunden" - eine Küche eingerichtet, in der eine angestellte Köchin für die kranken Kinder und Jugendlichen jeden Tag kostenlos eine warme Mahlzeit zubereitet. Der Botschafter zeigte sich von der langjährigen, vielfältigen Arbeit des Vereins beeindruckt und versprach weitere Unterstützung. red