Kronach — Die Kronacher CSU-Stadtratsfraktion will den Verkauf der Kronacher Wohnungsbaugesellschaft evaluieren lassen. Die Einhaltung aller vertraglichen Verpflichtungen der Gesellschaft soll auf den Prüfstand.
Fraktionsvorsitzender Jonas Geissler erklärte hierzu: "Wir wollen gewährleisten, dass sich die KWG an alle Verträge hält und dass die generellen Standards des deutschen Mietrechts eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass Mieten grundlos, und unverhältnismäßig hoch steigen. Wo Unrecht besteht muss die Stadt Kronach eingreifen."
Ähnlich bekräftigte es auch CSU Ehrenvorsitzender Heinz Hausmann: "Die KWG war über Jahrzehnte ein verlässlicher Partner für alle Kronacher. Auch nach dem Verkauf trägt die Stadt Verantwortung für ihre ehemaligen Mieter!"
Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt immer Ansprechpartner für alle Probleme bleibe. "Unser Ziel ist klar: Wir werden die Entwicklung genau überprüfen und bei finanziellen Härtefällen vermitteln. Eine Evaluation gibt jedem Mieter die Chance sich vertrauensvoll an die Stadtverwaltung zu wenden", so Angela Hofmann.
Dritter Bürgermeister Markus Wich ergänzte, dass es auch gelte die anderen vertraglichen Verpflichtungen der KWG zu prüfen: "Beim Zeitpunkt des Verkaufs war die KWG faktisch finanziell am Ende. Wir wollen wissen, ob der neue Eigentümer sich an alle geschlossenen Investitionsverpflichtungen gehalten hat."

Neun Punkte prüfen

Konkret will die CSU nun neun Punkte prüfen lassen. So soll die Mietentwicklung in den bislang sanierten Wohnungen überprüft werden. Gleichzeitig sollen auch die Mieten in den Wohnungen ohne Sanierung dargestellt werden. Generell will die CSU dabei die Einhaltung aller Regelungen der Sozialcharta untersucht wissen. Auch soll eine Auflistung aller Beschwerden von Mietern und ehemaligen Mietern bei der Stadt angefertigt werden.
Weiterhin wird eine Aufstellung aller Investitionsmaßnahmen der KWG seit dem Verkauf verlangt. Besonders sollen dabei die Herstellung barrierefreien Wohnraums und die energetischen Sanierungen aufgearbeitet werden. Ebenfalls sollen alle unerwarteten negativen Auswirkungen auf Mieter und Stadtentwicklung auf den Prüfstand und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und KWG dargestellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. red