Aus dem ganzen Bundesgebiet sind Menschen mit Behinderung am Montag nach Berlin gereist, um gegen das geplante Bundesteilhabegesetz zu demonstrieren. Auch eine Delegation der Lebenshilfe Erlangen-Höchstadt mit neun Personen und geschäftsführendem Vorstand Josef Hennemann war bei der Kundgebung mit über 7000 Teilnehmern vor dem Brandenburger Tor dabei.
"Diese 151 698 Unterschriften sind ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung - und für mehr Teilhabe", sagte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Die Unterschriften übergab sie an die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (MdB), und den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (MdB). Die Gesetzentwürfe sind aus Sicht der Lebenshilfe inakzeptabel. Mehr als 150 000 Menschen haben ihre Unterschrift gegeben, damit "nicht ein bisschen Teilhabe, sondern Teilhabe voll und ganz" umgesetzt wird, wie Barbara Stamm (CSU), Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern und Präsidentin des Bayerischen Landtags, in ihrer Rede forderte.
Karoline Scharf